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Gartner-Analyst bemängelt Produktstrategie


18.04.2003 - 

Siebel muss Kunden ernster nehmen

MÜNCHEN (CW) - Die Marktforscher von Gartner werfen dem CRM-Marktführer Kundenferne und komplizierte Release-Wechsel vor. Diese Schwächen müssten behoben werden, wenn Siebel Systems langfristig seine Spitzenposition behalten wolle.

Gartner-Analyst Michael Maoz sparte nicht mit Kritik. Auch wenn Siebel klarer CRM-Marktführer sei, stehe das Unternehmen vor enormen Herausforderungen. Eine davon sei, die Produktstrategie mehr an den Bedürfnissen der Käufer zu orientieren. Damit zielte Maoz auch auf die Positionierung der Vertriebsmannschaft, die seiner Meinung nach noch immer nicht verstanden habe, dass die Zeit der großen Deals der Vergangenheit angehörten: "Die Elefantenjagd in der Serengeti ist vorbei." Um auch kleinere Aufträge gewinnen zu können, brauche es attraktivere Paketangebote sowie ein anderes Preissystem.

Daran arbeite man bereits, konterte Siebel-Manager Kevin Nix, Group Vice President für Produkt-Marketing. Siebel entwickle ein Softwarebündel, dass sich an Prozessen orientiere, die Komplexität der Produkte werde damit abnehmen. Zusätzlich sollen Ende des Jahres CRM-Paketlösungen angeboten werden, die schlanker seien und den Implementierungsaufwand reduzierten.

Doch der mühsame Wechsel auf neue Versionen von Siebel-Software ist nach Ansicht von Gartner-Mann Maoz ein weiterer Schwachpunkt. Die meisten Kunden, die derzeit mit Version 6.x arbeiten, hätten bereits eine Reihe von Anpassungen vornehmen müssen, und nun komme noch der komplizierte Umstieg auf die 7.x-Plattform hinzu. Siebel müsse die Migration vereinfachen, um mehr Anwender auf die neue Plattform zu locken, so Maoz.

Schließlich werde es im CRM-Markt zunehmend enger für den Anbieter. Nicht nur die ERPSpezialisten SAP, Peoplesoft und Oracle, sondern auch Microsoft entpuppe sich zunehmend als ernst zu nehmender Konkurrent. Der Vorteil der ERP-Anbieter, beim Kunden bereits Unternehmensanwendungen installiert zu haben, ist nicht zu unterschätzen. Microsoft hingegen könnte sich vor allem in dem attraktiven Markt der kleinen und mittleren Firmen zur Bedrohung entwickeln. (rs)