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17.01.2006

Siebel punktet vor Übernahme

Vorläufigen Berechnungen zufolge stabilisieren sich die Geschäfte.

Laut den vorläufigen Zahlen hat Siebel im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal - dem vermutlich letzten als eigenständiges Unternehmen vor der Übernahme durch Oracle - Einnahmen in Höhe von 469 Millionen Dollar verbucht. Das sind 20 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Verantwortlichen des Customer-Relationship-Management-Spezialisten (CRM) hatten ursprünglich Einnahmen von 340 bis 360 Millionen Dollar angepeilt. Mit 214 Millionen Dollar legten die Softwareeinnahmen um 33 Prozent zu.

Siebel Systems

Q4/2004 Q4/2005

Umsatz* 392 469

Ergebnis* 65 107 - 111 (operativ)

*vorläufige Zahlen Angaben in Millionen Dollar

Den operativen Gewinn für das vierte Geschäftsquartal taxieren die Verantwortlichen auf 107 bis 111 Millionen Dollar nach 65 Millionen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit läge die operative Marge des Softwareanbieters zwischen 23 und 24 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent). Zum Nettoergebnis machte das Management keine Angaben.

"Dieses Quartal ist in Sachen Umsatz und Gewinn das beste seit Anfang 2002", freute sich Siebel-CEO George Shaheen. Die Zahlen bestätigen den Kurs des zuletzt scharf kritisierten Firmenlenkers. Großaktionäre hatten gefordert, den Bargeldbestand von über zwei Milliarden Dollar teilweise auszuschütten. Der CEO, der erst im April 2005 das Ruder des CRM-Anbieters übernommen hatte, lehnte dies kategorisch ab und legte seinen Fokus auf die Reorganisation des Unternehmens.

Im September 2005 kündigte Oracle an, Siebel für rund 5,85 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Das Management, darunter auch Firmengründer Tom Siebel, befürwortete den Deal. Die guten Zahlen und die damit verbundene Stabilisierung würden daran nichts ändern, betonte Shaheen. Das Angebot Oracles sei gut und fair. Er empfahl den Aktionären, die Offerte auf der anstehenden Abstimmung am 31. Januar 2006 anzunehmen. (ba)