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15.10.2004

Siebel setzt auf Analyse-Tools

Der CRM-Spezialist erweitert sein Angebot an Analysesoftware und spricht über die Zukunft.

Beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Siebel damit begonnen, sein Portfolio an CRM-Software zu modularisieren. Auf der diesjährigen Kundenveranstaltung in Los Angeles sprach dann auch Chief Executive Officer Michael Lawrie von einem "neuen Kapitel" in der Geschichte des Unternehmens. So wird zwar das bereits branchenorientierte Angebot weiter ausgebaut und bezieht fortan auch die Mietsoftware "Siebel CRM on Demand" ein, für die Editionen für Finanzdienstleister, Technologieunternehmen, Life Sciences und die Automobilindustrie in Vorbereitung sind. Andererseits will aber Siebel seine CRM-Software mit Hilfe von Standards wie Web Services in kleinere, einfacher in die IT-Landschaft integrierbare Komponenten zerlegen. Kunden erhielten damit die Option, ihre CRM-Lösungen besser als bisher gemäß den eigenen Bedürfnissen auswählen und anpassen zu können.

Erste Module verfügbar

Wann diese Modularisierung, die beispielsweise auch SAP anstrebt, erreicht sein wird und wie weit sie gehen wird, sagte der Firmenchef nicht. Er verwies aber darauf, dass die Integrationslösung "Universal Application Network" und die Produktsuite für Business Intelligence (BI) "Siebel Enterprise Analytic Platform" erste Beispiele dieser Strategie seien. So hatte Siebel bereits vor einem Jahr entschieden, seine BI-Tools auch separat von den CRM-Produkten zu vermarkten (siehe www.cowo.de/go/80114119). Darüber hinaus stellte er erste analytische Anwendungen für Auswertungen im Service, Sales, Marketing, im Partnergeschäft sowie zur Überwachung des operativen Geschäfts vor.

Mit der Ankündigung von 20 analytischen Softwarepaketen unterstrich nun der Hersteller in Los Angeles seine Ambitionen im BI-Markt. Die Best-Practices-Lösungen dehnen das bisherige Angebot auf neue Anwendungsfelder aus und sind in der Suite "Siebel Enterprise Analytic Applications" zusammengefasst.

Eigenständige Analyse-Tools

Die Anwendungen sind auch ohne Siebel CRM einsetzbar. Sie untergliedern sich in solche zur Analyse von Daten im Kundenbeziehungs-Management (Sales, Marketing, Service/Contact Center) sowie zur Bewertung von Finanzdaten, der Lieferkette, von Beziehungen mit Geschäftspartnern und der eigenen Mitarbeiter. Allen Lösungen gemein ist, dass sie als Data Mart auf einer Datenbank implementiert werden und ein für das jeweilige Einsatzgebiet angepasstes Datenmodell sowie wesentliche Kennzahlen und Workflows mitliefern.

Die Applikationen basieren auf BI-Technik des 2001 zugekauften Herstellers Nquire. Sie besteht im Kern aus der Analyse-Engine "Siebel Analytic Server", die die Berechnungen und die Datenintegration (Laderoutinen, Adapter) übernimmt, das Datenmodell vorhält sowie eine Metadatenverwaltung und Caching-Funktionen bietet. Hinzu kommen eine konfigurierbare Portaloberfläche (Dashboard), das Tool für Ad-hoc-Abfragen "Siebel Answers" sowie die Komponente "Siebel Delivers" für die Übermittlung von Informationen und Warnmeldungen an diverse Endgeräte.

Duane Cologne, bei Siebel Manager für analytische Anwendungen, erklärte auf der Veranstaltung, dass der Ausbau des BI-Portfoilos auf Wunsch der Kunden erfolge, die mehr als nur CRM-Funktionen benötigten. Da zudem erst 400 der rund 4000 Anwender Analyseprodukte des Herstellers benutzten, sei hier noch einiges Umsatzpotenzial zu sehen. Cologne räumte aber ein, dass Siebel sich nur dann im Markt etablieren könne, wenn das Angebot auch außerhalb der eigenen Kundenbasis angenommen werde.

Hilfe von IBM und Microsoft

Auf einem eigens in die Konferenz integrierten "BI Summit" wurden zudem erweiterte Partnerschaften mit IBM, Microsoft, Informatica und Teradata bekannt gegeben. Sie zielen auf eine engere Abstimmung zwischen den Analyse- und den Partnerprodukten sowie im Fall der IBM-Kooperation auch auf zusätzliche Beratungs- und Implementierungsangebote ab. (as)