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06.09.2002 - 

Version 7.5 der CRM-Plattform

Siebel stellt Prozesse in den Vordergrund

MÜNCHEN (CW) - Mit der Version 7.5 erweitert Siebel den Funktionsumfang seiner Software. Zudem liefert der Hersteller demnächst vorkonfigurierte CRM-Geschäftsprozesse, die sich in ERP- und SCM-Lösungen anderer Hersteller integrieren lassen sollen. Im Frühjahr hatte der Anbieter dieses Vorgehen unter dem Motto "Universal Application Network" (UAN) angekündigt.

Künftig will Siebel nicht mehr nur mit Software, sondern auch mit vorgefertigten Geschäftsprozessen Geld verdienen, die der Kunde ähnlich wie eine Programmlizenz erwirbt. Firmen erhalten damit in der Web Services Flow Language (WSFL) formulierte Standardgeschäftsprozesse und Geschäftsobjekte nebst speziellen Bibliotheken, die auf den Integrations-Servern von EAI-Partnern wie Seebeyond, Tibco, Webmethods, IBM, Vitria und Mercator ablaufen. Diese Prozesse definieren Geschäftsabläufe zur Lösung eines bestimmten Problems. Dabei wurden häufig wiederkehrende Anforderungen bei Siebel-Kunden in eine Art Ablaufschema gegossen. Beispielsweise soll ein Geschäftsprozess zur Vertriebsprognose aus unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Anwendungen Daten sammeln, konsolidieren und in Form von Berichten im Siebel-Desktop anzeigen. Noch ist allerdings unklar, ob Kunden sowohl die Integrationslösung als auch die UAN-Prozesse von Siebel erhalten oder beides getrennt voneinander erwerben müssen.

Mit der Freigabe von Siebel 7.5 sollen auch die ersten UAN-Produkte erhältlich sein - insgesamt 50 Standardgeschäftsprozesse will der Anbieter in nächster Zeit zur Verfügung stellen, anfangs hatte man bei Siebel noch von 200 Prozessen gesprochen. Damit wandelt sich die Softwarefirma nach eigenem Bekunden von einem aufgaben- und funktionsorientierten zu einem prozessorientierten Anwendungsanbieter - die Ähnlichkeit mit den von SAP unlängst angekündigten "Xapps" beziehungsweise der Integrationsplattform "Extended Infrastructure" ist unverkennbar.

Siebel 7.5 erhält außerdem eine Reihe neuer Funktionen. So versah das Unternehmen seine Lösung "Enterprise Resource Management" mit einer "Performance-Management"-Komponente zur Beurteilung von Angestellten, einem Mitarbeiter-Helpdesk sowie mit Mechanismen für das Wissens-Management.

Die Business-Intelligence-Software "Siebel Analytics" kombiniert die Analyse auf Basis eines Data-Warehouse mit Daten aus operativen Systemen, sodass Anwender zeitnah Prognosen anstellen können - wie viele Wettbewerber spricht auch Siebel hier von Echtzeitanalyse der Firmendaten. Zudem enthält das Produkt weitere vorgefertigte Analyseanwendungen, beispielsweise für Dienstleister und Banken. Anwender können auf die damit erstellten Berichte über rollenbasierte Oberflächen (Dashboards) zugreifen. So gibt es spezielle Dashboads für den Vertriebsleiter und den Marketing-Verantwortlichen.

Auch Siebel macht seine Produkte Unicode-fähig, was die Anpassung an Landessprachen, insbesondere solche mit asiatischen Schriftzeichen, vereinfacht.

Obwohl die Version 7.5 bereits angekündigt wurde, nutzen derzeit erst 70 Kunden den Vorgänger Siebel 7 produktiv. Nach Angaben von Uwe Ritter, Director Produkt-Marketing für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, laufen derzeit etwa 700 Projekte, in deren Rahmen Siebel 7 eingeführt wird, wobei mehrheitlich Bestandskunden ältere Versionen migrieren. (fn)