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Mittelstandsoffensive mit Hosted CRM

Siebel Systems wehrt sich gegen SAP

10.09.2004

Die Zeiten, als Siebel Systems den weltweiten CRM-Markt unangefochten dominierte, sind vorbei. Das bestätigt eine Studie der Marktforscher von IDC, die das Unternehmen aus dem kalifornischen San Mateo zwar weiter als Nummer eins sieht, SAP aber eine furiose Aufholjagd attestiert. Der Druck des deutschen Softwarekonzerns schlägt sich aktuell auch in den Geschäftszahlen der erfolgsverwöhnten Kalifornier nieder.

Kunden zögern geplante CRM-Projekte weiter hinaus

Siebel musste im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz- und Gewinneinbruch verkraften. Die Einnahmen gingen gegenüber dem ersten Quartal um zehn Prozent auf 301 Millionen Dollar zurück. Dabei schrumpften die Lizenzerlöse auf das niedrigste Niveau seit Jahren. Infolgedessen sprach das Unternehmen für das laufende Quartal eine Umsatzwarnung aus.

Schuld an der Misere sind mehrere Faktoren. Zum einen sieht sich Siebel bei der Projektvergabe immer stärker der Konkurrenz durch SAP und anderer Anbieter ausgesetzt. Zum anderen zögern die Kunden ihre CRM-Aufträge, anders als erwartet, derzeit noch hinaus. Außerdem gelten die Siebel-Lösungen, die sich bislang hauptsächlich an Großanwendern orientierten, zwar als äußerst vielseitig und ausgereift, aber im Vergleich zum Wettbewerb als teuer.

Der Mittelstand als neuer Umsatzgenerator

Gegen dieses Image und den erstarkten Wettbewerb will Siebel nun mit einer neuen Marketing-Strategie angehen. Die Siebel Deutschland GmbH bestätigte auf Anfrage der COMPUTERWOCHE entsprechende Pläne, die Europa-Chef Neil Weston geäußert hatte. Aus Ismaning bei München hieß es, die Änderung der Marketing-Strategie werde gerade intern diskutiert, der genaue Zeitpunkt der Einführung stehe aber noch nicht endgültig fest.

Ein Bestandteil der neuen Vermarktungspolitik wird der deutschen Dependance zufolge die international bereits angekündigte Einführung von "Siebel On-Demand" für den Mittelstand sein. Mit der Hosting-CRM-Lösung will sich die Company im Marktsegment kleiner und mittelständischer Firmen ein neues Kundenpotenzial erschließen. "Mit On-Demand hat Siebel eine zusätzliche Produktreihe im Angebot, über die der Wettbewerb so nicht verfügt", sagte ein Sprecher. Das Unternehmen wolle ferner im Produkt-Marketing weniger auf seine Marktführerschaft abheben und stattdessen stärker den Aspekt der Rentabilität herausstreichen. "Wir sehen uns nach wie vor als Marktführer, weil die Anzahl der produktiven Nutzer entscheidend ist. Auf dieser Basis wollen wir unseren Marktanteil halten und ausbauen", gab sich der Sprecher kämpferisch.