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21.07.1989

Siegerpose mit Motif

Der zähe Schaukampf um eine Unix-Oberfläche scheint zugunsten der Open Software Foundation ausgegangen zu sein. Siegessicher verkündet die OSF die Marktreife seiner grafischen Benutzeroberfläche Motif und selbst der deutsche Unix-Propagandist Hans W. Strack-Zimmermann preist OSF/Motif als Rettung der Unix-Bewegung". Reflex eines notorischen Unix-Fans?

Nein, denn tatsächlich geht ein Aufatmen durch die Unix-Welt: Man halte von der OSF, was man will, sie hat immerhin eines der Haupthindernisse für das offene System Unix auf Dauer aus dem Weg geräumt: die unhandliche Bedienung.

Erstaunlicherweise geschah all das mit der allerdings nur passiven Unterstützung der IBM, die eigentlich weder mit Unix und schon gar nichts mit OSF/Motif anfangen kann, hat sie doch eben erst mit großer Mühe ihre SAA-Dramaturgie - natürlich ohne Unix und Motif - in Schwung gebracht.

Und trotzdem, ohne sich auch nur irgendwie zu engagieren, hat Big Blue eines erreicht: AT&T und Unix International, zwei ihrer mutmaßlichen Konkurrenten, sind auf dem Gebiet der Unix-Oberflächen zu Kreuze gekrochen, haben der OSF eine Zusammenführung von Motif und Open Look angeboten - und sind abgeblitz. Doch vor vorschneller Siegerpose sei gewarnt: Der Marktführer für Unix-Betriebssysteme heißt noch immer AT&T, und Motif malt seine hübschen Icons auch unter Unix V.4.