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06.02.1998 - 

Weitere Wachstumschancen nur im Ausland

Siemens-Bereich ÖN konnte 1996/97 Gewinn verdoppeln

Der Umsatz von ÖN stieg 1996/97 im Vergleich zum Vorjahr von 11,8 auf 14,5 Milliarden Mark, was einer Steigerung um 23 Prozent entspricht. Eine noch erfreulichere Entwicklung war beim Gewinn zu verzeichnen, der sich von 354 auf rund 800 Millionen Mark mehr als verdoppelte. Damit erhöhte sich die Brutto-Umsatzrendite auf 5,5 Prozent - ein Wert, den Koch eigenen Angaben zufolge in den kommenden zwei Jahren auf sieben Prozent steigern möchte.

Derzeit beläuft sich der Anteil des Auslandsgeschäfts am ÖN-Gesamtumsatz bereits auf rund 75 Prozent. Auch die Zahlen für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres belegen den Trend: Siemens-ÖN verlagert seine Aktivitäten immer mehr ins Ausland. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stieg der Auslandsumsatz um 65 Prozent, während der Inlandsumsatz um elf Prozent abnahm. Koch führte dies vor der Presse in München auf die Tatsache zurück, daß die Bestellungen des Hauptkunden Deutsche Telekom, mit denen ÖN nach wie vor die meisten seiner Einnahmen in Deutschland generiert, deutlich abgenommen hätten. Mit einem zu erwartetenden Volumen von 1,8 Milliarden Mark dürfte die Telekom dem Siemens-Manager zufolge in den ÖN-Auftragsbüchern 1997/98 "nicht mehr die Rolle spielen, die sie noch vor drei Jahren hatte". Der Grund hierfür ist hinlänglich bekannt: Die Digitalisierung des Telefonnetzes der Telekom ist weitgehend abgeschlossen.

Aufgrund dieser Tatsache und der Umsatzstruktur kann der "Global Player" ÖN also auch in Zukunft nur im Ausland nennenswerte Wachstumsziele erreichen. Für das Jahr 2000 nannte Koch eine Umsatzvorgabe von über 20 Milliarden Mark. Auch der Gewinn soll dann um rund 200 Millionen Mark über dem Ergebnis des Geschäftsjahres 1996/97 liegen. Der Auslandsanteil an den Umsätzen dürfte dann deutlich die 80-Prozent-Marke überschreiten, hieß es. Als Wachstumsmärkte der Zukunft bezeichnete Koch den Mobilfunk und das Geschäft mit der "letzten Meile". Derzeit erwirtschafte ÖN aber noch den überwiegenden Teil seines Umsatzes als Systemlieferant in der klassischen Vermittlungs- und Übertragungstechnik.

Die Währungs- und Wirtschaftskrise in den fernöstlichen Tigerstaaten sei dabei jedoch für Siemens eine Variable mit "gefährlichen Unbekannten". Zwar seien dort Umsatz und Auftragseingang bis Ende 1997 noch gestiegen; mit 2,7 Milliarden Mark Umsatz konnte man auf den asiatischen Märkten sogar ein Wachstum von 43 Prozent realisieren. Für 1998 müsse man aber vor allem in Thailand und Indonesien mit "Verschiebungen im dreistelligen Millionenbereich rechnen". Man hoffe, räumte Koch ein, daß es im Fernost-Geschäft bei einer "temporären Delle" bleibe.

Im übrigen zeigte sich der Siemens-Vorstand mit den Zuwächsen in den wichtigsten Auslandsmärkten zufrieden. So konnte ÖN 1996/97 in Osteuropa erstmals mehr als eine Milliarde Mark umsetzen. In den USA entwickelte sich das Business laut Koch mit Einnahmen in einer Größenordnung von umgerechnet rund 800 Millionen Mark "vernünftig und planmäßig weiter".

Ausland in Blick

Die "ÖN-Mutter", die Siemens AG, hat einen Konzern-Zwischenbericht für das erste Quartal 1997/98 vorgelegt. Daraus geht hervor, daß der Münchner Elektronikkonzern vor allem international auf Erfolgskurs ist. Weltweit verzeichnete Siemens einen Umsatzanstieg von 20,9 auf 24,9 Milliarden Mark. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 569 (Vorjahr: 478) Millionen Mark. An dieser Entwicklung hatten den Angaben zufolge vor allem die Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik Anteil: Sie legten im Vorjahresvergleich um 39 beziehungsweise 37 Prozent zu. Die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) konnte ihren Umsatz von 3,3 auf 3,8 Milliarden Mark steigern.