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09.01.1998 - 

Börsenspot

Siemens bis dato eine Enttäuschung

Von Arnd Wolpers*

Die Zahlen für das zu Ende gegangene Geschäftsjahr 1996/97 der Siemens AG und die Schätzungen für 1997 und 1998 zeigen ein lineares Umsatzwachstum. Ein überproportionaler Anstieg ist beim Bruttoertrag zu erwarten. Nach 2,61 Milliarden Mark dürfte die Kennzahl im laufenden Geschäftsjahr die Schwelle von drei Milliarden Mark überschreiten. 1996/97 wurden darüber hinaus Bruttoerlöse aus Unternehmensverkäufen von insgesamt 2,5 Milliarden Mark erwirtschaftet. Das außerordentliche Ergebnis der Unternehmensverkäufe wird ein Volumen von 400 bis 500 Millionen Mark erreichen. Kritisch bleibt anzumerken, daß zu den am stärksten zulegenden Bereichen immer noch das Finanzergebnis gehört, das um 30 Prozent auf 1,2 Milliarden Mark kletterte. Die Börsenfloskel aus früheren Zeiten, Siemens sei eine Bank mit angeschlossener Elektronik- und High-Tech-Abteilung, hat noch nicht völlig an Bedeutung verloren. Zwar konnten die Münchner das DVFA-Ergebnis je Aktie von 4,48 auf 4,65 Mark steigern; die Eigenkapitalrendite sank jedoch von 10,5 auf 9,7 Prozent. Dennoch hält der Vorstand an dem Ziel fest, den Ertrag auf das eingesetzte Kapital bis zum Jahr 2000 auf 15 Prozent zu erhöhen. Was im übrigen kein besonders ehrgeiziges Unterfangen ist. Unternehmerisch denkende Investoren erwarten bei entsprechendem Risiko Margen von bis zu 25 Prozent General Electric läßt grüßen! Gemessen an der vorhandenen Basis und der zur Verfügung stehenden Zeit scheint dies jedoch im Fall von Siemens schwierig. Im vierten Quartal hat sich die Aktie zudem deutlich schlechter als der DAX entwickelt. Wenn der Titel dennoch von vielen Seiten empfohlen wird, macht dies vor der hohen Gewichtung des Papiers im DAX Sinn. Selbiger dürfte weiter steigen und somit die Siemens-Aktie mitziehen. Gemessen am Potential des Unternehmens ist die Notiz jedoch bis dato eine Enttäuschung.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.