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29.07.2008

Siemens bringt SEN in JV mit US-Finanzinvestor Gores Group ein

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG hat nach jahrelanger Suche eine Lösung für ihre Tochter Siemens Enterprise Networks (SEN) gefunden, bleibt aber an SEN beteiligt. SEN werde dabei in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Investor The Gores Group eingebracht, teilte der Münchner DAX-Konzern am Dienstag mit. Die Transaktion werde das Ergebnis des Unternehmens im vierten Quartal belasten.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG hat nach jahrelanger Suche eine Lösung für ihre Tochter Siemens Enterprise Networks (SEN) gefunden, bleibt aber an SEN beteiligt. SEN werde dabei in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Investor The Gores Group eingebracht, teilte der Münchner DAX-Konzern am Dienstag mit. Die Transaktion werde das Ergebnis des Unternehmens im vierten Quartal belasten.

Im Zuge der Transaktion übernehmé Gores Group 51% an SEN, Siemens bleibe mit 49% beteiligt. Die operative Führung des Joint Ventures liege bei dem US-Finanzinvestor, der zudem die Firmen Enterasys und SER Solutions in das Gemeinschaftsunternehmen einbringt.

"Mit Gores Group habe wir einen äußerst erfahrenen Partner gefunden", wird Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser in der Mitteilung zitiert. Wie im Januar angekündigt, werde das Geschäft mit einer soliden Finanzausstattung übergeben. Nähere Angaben dazu machte das Unternehmen nicht. Siemens kündigte aber an, zusammen mit Gores rund 350 Mio EUR zusätzlich zu den ohnehin geplanten Forschungs- und Entwicklungsausgaben und sonstigen Aufgaben in das JV zu investieren. Siemens und Gores investieren dabei jeweils 175 Mio EUR.

Durch die Schaffung einer soliden Kapitalbasis, durch Transaktionskosten sowie Verbindlichkeiten von SEN habe die Gründung des JV für Siemens "insgesamt erhebliche finanzielle Auswirkungen, die im vierten Quartal sichtbar werden". Der Siemens-Finanzvorstand wollte mit Blick auf entsprechende Analystenschätzungen eine negative Ergebniswirkung im sehr hohen dreistelligen Mio-EUR-Bereich nicht ausschließen. Konkrete Angaben dazu machte Kaeser aber nicht.

Siemens hatte Ende Februar für SEN eine umfassende Restrukturierung angekündigt. Abbau und Auslagerung von rund 6.800 Arbeitsplätzen sollen helfen, nach mehr als einjähriger Suche einen Partner für das schwierige Geschäft mit Telekommunikationsanlagen für Geschäftskunden zu finden.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte SEN bei einem Umsatz von rund 3,2 Mrd EUR einen operativen Verlust von rund 600 Mio EUR geschrieben. Im abgelaufenen zweiten Quartal 2007/08 hatte Siemens für SEN Restrukturierungskosten von 109 Mio EUR verbucht. Zudem sei eine Vermögenswertminderung von 12 Mio EUR vorgenommen worden.

Siemens hatte in den vergangenen Wochen wiederholt bekräftigt, sich in intensiven Verhandlungen mit mehreren Interessenten für SEN zu befinden.

Webseiten http://www.siemens.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/jhe

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