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Ziel sind Anwendungen für Reliant-Unix

Siemens bündelt Tools und Services in Sens

30.10.1998

Entwicklungsprojekte beginnen nach Siemens-Vorstellungen mit einer Analyse der existierenden Hard- und Softwarekomponenten im Unternehmen. Ziel ist es, aus der Kombination und Anpassung der Unternehmensressourcen und der mit Sens angebotenen Tools eine leistungsfähige Infrastruktur für die Anwendungsentwicklung zu erstellen. Da jedoch neben NT vor allem Reliant Unix und zu einem späteren Zeitpunkt auch Solaris als Plattformen anvisiert sind, werden spezielle Scripts und OLE-Verbindungen sowie der hauseigene native "CDS++"-Compiler für Reliant-Unix und der integrierte Debugger "Dbx" installiert. Sie ermöglichen vom Client aus das Anpassen und Testen des Codes. Darüber hinaus sind für Solaris spezielle Tools nötig. Die Datenhaltung und -sicherung übernehmen Server der "RM"-Reihe unter Reliant-Unix.

Siemens schlägt Kunden eine Referenzkonfiguration vor, die den gesamten Entwicklungsprozeß abdecken soll, aber auch individuelle Gestaltungsmöglichkeiten sowie die Wahl einzelner Werkzeuge sind möglich. Herzstück und Integrationsplattform aller gewünschten Tools ist dabei "Sniff+" von Takefive Software (siehe Grafik). Diese objektorientierte Entwicklungsumgebung unterstützt die Programmierung in C, C++, Fortran, Java und IDL (Interface Definition Language). Ebenfalls auf Sens abgestimmt sind das objektorientierte Modellierungs-Tool "Rational Rose 98 Enterprise Edition" von Rational sowie die Klassenbibliotheken "h++" und "Dbtools h++" von Rogue Wave. Für das Konfigurations-Managment bietet Siemens "Clearcase 3.1 für Reliant" von der Softwareschmiede Rational und das "Mks Toolkit" von MKS an. Weiter erhältlich ist die C++-Bibliothek "Ilog Views" zur Erstellung grafischer Benutzeroberflächen vom französischen Hersteller Ilog sowie die Version 5 der Compiler und Debugger für "Visual C++" von Microsoft. Die Qualitätskontrolle kann mit "Insure++ 4.0" von Parasoft oder "Purify 4.1" von Rational erfolgen.

Als Kunden sieht Siemens neben den eigenen Unternehmensabteilungen Anwender aller Branchen, die Individualsoftware für ihre Unix-Welt benötigen. Dabei komme man dem Wunsch vieler Entwicklerteams nach, Applikationen auf preisgünstigeren NT-Rechnern zu erstellen. Nicht zuletzt verspricht sich Siemens jedoch von Sens eine größere Nachfrage beim Unix-Derivat und der "RM"-Server-Linie. Die Möglichkeit, Anwendungen auch auf Solaris zu portieren, erklärt sich aus der Unix-Strategie des Herstellers, in den kommenden Jahren auf Suns 64-Bit-Betriebssystem umzusteigen, sobald Intels "IA-64"-Prozessor verfügbar ist.