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Outsourcing-Tochter von SNI und Siemens zieht erste Bilanz

Siemens Business Services forciert Unabhängigkeit

28.02.1997

Dieses Ziel formulierte Chittur Ramakrishnan, Sprecher des SBS-Geschäftsleitung, auf einer Pressekonferenz des Unternehmens in London. Er sprach von einem erfolgreichen Start der Outsourcing-Company, die am 1. Oktober 1995 durch die Vereinigung der bis dato internen Rechen- und Kommunikationsdienste der Siemens AG, des Test-Center von SNI sowie der SNI-Tochter Sietec Consulting aus der Taufe gehoben worden war.

Das Unternehmen, das sich im ersten Geschäftsjahr noch auf Übernahme bestehender IT-Strukturen, Umstellung auf neue Architekturen, Auslagerung und Rechenzentrumsbetrieb konzentrierte, erzielte in diesem Zeitraum mit rund 2150 Mitarbeitern einen Umsatz von gut einer Milliarde Mark. Die Einnahmen mit externen Kunden machten davon rund 20 Prozent aus.

Zu Beginn des zweiten Geschäftsjahres am 1. Oktober 1996 wurden Ramakrishnan zufolge weitere Siemens- und SNI-Einheiten in SBS eingegliedert, nämlich die jeweiligen Konzernbereiche Organisations- und Informationsverarbeitung sowie die SNI-Tochter Gesellschaft für Systemtechnik und Software-Entwicklung (GSSE). Dadurch erhöhte sich die Zahl der SBS-Mitarbeiter auf 4200, das Geschäftsvolumen stieg auf über 1,5 Milliarden Mark. Mit seinen drei gleichzeitig neustrukturierten Geschäftsbereichen Consulting, Informationssysteme und Betreiberdienste sei das Unternehmen nun in der Lage, das gesamte Spektrum von IT-Business-Services anzubieten, hieß es.

Sowohl Ramakrishnan als auch Friedrich Fröschl, Mitglied des SNI-Vorstandes und als Leiter des Geschäftsgebiets Business Services für SBS organisatorisch verantwortlich, hoben erneut den Anspruch der Company hervor, künftig sowohl im klassischen IT-Outsourcing als auch bei der Auslagerung ganzer Geschäftsabläufe (Business Process Outsourcing) zu einem führenden Anbieter zu avancieren.

Fröschl skizzierte die Marktentwicklungen im IT- und Business Process Outsourcing bis zum Jahr 2000 mit jährlichen Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Davon wolle man einen ordentlichen Anteil ergattern - nicht nur bei Anwenderunternehmen in der Industrie, sondern zunehmend auch im Bereich der öffentlichen Verwaltungen (Stichwort "Schlanker Staat"). Zudem soll die Abhängigkeit von den beiden Müttern reduziert werden. Für das laufende Geschäftsjahr ist daher ein Anstieg des externen Umsatzvolumens auf rund 350 Millionen Mark sowie die weitere Internationalisierung des Unternehmens geplant.