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26.08.2008

Siemens-CEO zuversichtlich über BR-Zustimmung zu Jobmaßnahmen

Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Peter Löscher, ist "sehr zuversichtlich", dass der Gesamtbetriebsrat die Rahmenvereinbarung zum geplanten Stellenabbau noch in dieser Woche offiziell genehmigt. Das sagte Löscher am Montagabend bei einer Veranstaltung des Internationalen Clubs Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Löscher zeigte sich dabei zuversichtlich, auch in einem möglichen konjunkturellen Abschwung die mittelfristigen Wachstums- und Ergebnisziele zu erreichen.

Um Siemens für die bevorstehenden "dunklen Wolken" am Konjunkturhimmel vorzubereiten, habe Siemens auch die Straffung der Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen sowie weitere Restrukturierungen in einzelnen Geschäftsfeldern angegangen. Siemens hatte Mitte Juli angekündigt, weltweit rund 16.750 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. In verwaltungsnahen Funktionen sollen 12.600 Stellen und in Restrukturierungsprojekten 4.150 Stellen wegfallen.

Mitte August hatte sich Siemens dann nach Angaben aus Verhandlungskreisen auf das anvisierte Maßnahmenpaket zur sozialen Abfederung des geplanten Personalabbaus in Deutschland geeinigt. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern habe Siemens in "Rekordzeit" absolviert, so Löscher weiter.

Löscher bekräftigte dabei frühere Aussagen des Siemens-Managements, nach denen das Unternehmen einen Großteil der Kosten für den Stellenabbau möglichst noch im laufenden Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) verbuchen will. Dieses hängt von der für Mittwoch erwarteten Entscheidung des Gesamtbetriebsrats ab.

In den kommenden Woche werde Siemens mehr Klarheit zur Höhe der Kosten bekommen, so Löscher. Bislang hat sich Siemens nicht zur Höhe der Restrukturierungsaufwendungen geäußert. Analysten rechnen hier mit einem hohen dreistelligen Mio-EUR-Betrag.

Der Gesamtbetriebsrat von Siemens berät am Dienstag und Mittwoch über die vereinbarten Maßnahmen zum Stellenabbau. Löscher bekräftigte mit Blick auf die anstehenden Stellenstreichungen, dass Siemens hier nach heutigem Stand ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen will.

Für die operative Geschäftsentwicklung bekräftigte Löscher auch angesichts einer sich abkühlenden Weltkonjunktur die mittelfristigen Prognosen des Unternehmens. Auch in einem Abschwung werde Siemens den Umsatz um das zweifache des Wachstums des weltweiten Bruttoinlandsprodukts steigern, so Löscher.

Zudem bekräftigte Löscher die im Zuge des "Fit for 2010"-Programms ausgebenen Ergebniszielbänder für die Sektoren und Divisionen des Konzerns. Hier sei die untere Schwelle so gewählt, dass diese auch in einem normalen zyklischen Abschwung in den einzelnen Märkten zu erreichen sei. Das obere Ende orientiere sich jeweils an den besten Wettbewerbern.

Siemens hat das Kerngeschäft seit Anfang des Jahres in die drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare aufgegliedert. Im Industry-Geschäft strebt Siemens demnach bis 2010 eine operative Marge von 9% bis 13%, im Energy-Sektor von 11% bis 15% und im Medizintechnikgeschäft von 14% bis 17% an.

Derzeit verspüre Siemens die Auswirkungen der sich abkühlenden Weltkonjunktur höchstens in Randgeschäften. Löscher verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Siemens rund 70% ihres Geschäfts in langfristigen Infrastrukturprojekten mache, die weniger von den konjunkturellen SChwankungen betroffen seien.

Webseite: http://www.siemens.com -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/mim

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