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01.10.1993

Siemens, das Landratsamt Armin Mahler im "SPIEGEL" ueber die Manager-Krise:

Motivierte Mitarbeiter, die mitdenken - das ist der Kern von Kaizen. Die deutsche Spielart reduziert die Methode aufs Schlankhobeln und Kleinhacken. Was fehlt, sind Kreativitaet und Innovationen.

Beides kann sich nur dort entfalten, wo Manager die notwendigen Freiraeume schaffen. Siemens zum Beispiel mag sich noch so oft eine neue Struktur geben: Auf den Maerkten der Zukunft wird der deutsche Elektrokonzern, den die Japaner - auf deutsch - "das Landratsamt" nennen, deshalb nicht mehr praesent sein als in der Vergangenheit. Und das ist fuer die Zukunft zuwenig.

Es kann etwas nicht stimmen mit der Kontrolle unserer Unternehmen, wenn die alten Manager weitermachen wie bisher. In den USA musste IBM-Chef John Akers gehen, weil er den Computerkonzern nicht rechtzeitig der veraenderten Umwelt angepasst hatte. Dort ziehen die Aktionaere, die grossen Investmentfonds, Konsequenzen, wenn die Zahlen nicht stimmen.

Carl Hahn, Piechs Vorgaenger als VW-Chef, konnte, ungehindert vom Aufsichtsrat, seine Plaene vom Weltkonzern ausleben. Er investierte viele Milliarden - um Kosten kuemmerte er sich nicht. Als er ging, war VW ein Sanierungsfall.

Wirkliche Kontrolle findet in deutschen Unternehmen nicht statt. Solange sich das nicht aendert, haben die deutschen Manager keinen Grund zu klagen. Den Schaden hat die deutsche Wirtschaft.