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27.06.2008

Siemens diskutiert SG&A-Maßnahmen am 7. Juli mit Arbeitnehmern

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG will am 7. Juli im Wirtschaftsausschuss mit den Arbeitnehmervertretern über die anstehenden Personalmaßnahmen im Zuge der geplanten Kürzung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) diskutieren. Das kündigte der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter an. Zu konkreten Maßnahmen äußerte sich Löscher nicht.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG will am 7. Juli im Wirtschaftsausschuss mit den Arbeitnehmervertretern über die anstehenden Personalmaßnahmen im Zuge der geplanten Kürzung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) diskutieren. Das kündigte der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter an. Zu konkreten Maßnahmen äußerte sich Löscher nicht.

"Zum Projekt der Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten gab es in den vergangenen Tagen bereits allerlei Spekulationen in der Presse - auch mit der Nennung von Zahlen zum Wegfall von Arbeitsplätzen in Verwaltungsbereichen des Unternehmens", so Löscher in dem Brief. "Ich möchte Sie heute soweit möglich über den Gesamtkontext informieren, auch wenn ich jetzt noch nicht im Einzelnen auf geplante Maßnahmen des Projekts eingehen kann." Siemens müsse hier den vorgeschriebenen Weg der Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern einhalten.

Das "Handelsblatt" hatte zuvor unter Berufung auf Arbeitnehmerkreise berichtet, es sollten weltweit 10.000 bis 15.000 Arbeitsplätze in Vertrieb und Verwaltung wegfallen.

Siemens habe am Berichtstag dem Wirtschaftsausschuss, also dem Gremium von Vertretern der Arbeitnehmerseite und der Unternehmensleitung, Unterlagen zur Vorbereitung auf dessen Sitzung am 7. Juli zum aktuellen Stand unseres Projekts zur Anpassung der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie weiterer Themen übergeben, heißt es in dem Brief.

Siemens hatte Ende April ihre Pläne für die geplante Kürzung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) konkretisiert. Demnach will Siemens bis zum Jahr 2010 absolut 10% ihrer SG&A-Kosten abbauen. Das entspricht einer Kostenreduzierung um 1,2 Mrd EUR von 12,1 Mrd EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 auf 10,9 Mrd EUR im Geschäftsjahr 2009/10.

Die Umsetzung des SG&A-Kostensenkungen steht derzeit im Blick von Anlegern und Analysten. Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser hatte Anfang Juni gesagt, die Kosten für externe Berater und IT-Ausgaben "relativ kurzfristig" senken zu können. Siemens will die Kosten für Berater bis 2010 um rund 300 Mio EUR und die IT-Ausgabe um rund 300 Mio EUR senken.

Wie Löscher nun in dem Brief ausführte, muss ein "weiterer wesentlicher Beitrag" aber auch aus einer Verschlankung der Zentralen und Verwaltungsfunktionen kommen - "und zwar in der Konzernzentrale genauso wie in den Sektoren und auf der regionalen Ebene". "Produktivitätssteigerung, wie sie bei den Mannschaften in den Fertigungen und Fabriken gang und gäbe ist, ist selbstverständlich auch in Verwaltungen möglich. Da haben wir Nachholbedarf", so Löscher.

Löscher führt Siemens seit Juli vergangenen Jahres als Vorstandsvorsitzender und hat dem Unternehmen den tiefgreifendsten Konzernumbau seit knapp 20 Jahren verordnet. Das operative Geschäfts wurde statt der bisherigen Geschäftsbereiche in die drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare aufgeteilt.

"Durch diese Schritte haben wir die Voraussetzungen geschaffen, Siemens wettbewerbsfähiger zu machen", so Löscher weiter in dem Brief. Jetzt gehe es darum, die freigewordenen Potenziale "rasch und entschlossen zu heben". Das sei gerade jetzt um so wichtiger, als auch die Risiken für die Weltwirtschaft durch hohe Rohstoff- und Energiepreise und die Finanzmarktkrise in den USA deutlich größer geworden sind und "wir davon ausgehen müssen, dass wir dies auch bei uns in den kommenden Monaten zunehmend stärker spüren werden".

Webseite: http://www.siemens.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/jhe

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