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31.03.2008

Siemens droht Belastung durch Bauverzögerung in Finnland - FAZ

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Bau eines Kernkraftwerks im finnischen Olkiluoto kommt nicht voran und kann einem Zeitungsbericht zufolge für die beteiligte Siemens AG zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Als Anteilseigner des Hauptkonstrukteurs Areva NP sowie als Lieferant des nichtnuklearen Kraftwerksbereichs ist der Münchener Konzern in Finnland mit an Bord, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Montag schreibt.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Bau eines Kernkraftwerks im finnischen Olkiluoto kommt nicht voran und kann einem Zeitungsbericht zufolge für die beteiligte Siemens AG zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Als Anteilseigner des Hauptkonstrukteurs Areva NP sowie als Lieferant des nichtnuklearen Kraftwerksbereichs ist der Münchener Konzern in Finnland mit an Bord, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Montag schreibt.

Der Konzern sei "nicht glücklich mit den bisherigen Ergebnissen", habe der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher im Gespräch mit der Zeitung durchblicken lassen, heißt es in dem Bericht.

Bekannt sei, dass der Reaktor vom Typ EPR-3 nach derzeitigem Stand mit mindestens zwei Jahren Verspätung erst im Sommer 2011 fertiggestellt werde. Die daraus entstehenden finanziellen Belastungen infolge von Vertragsstrafen und Mehrkosten der Aufholjagd dürften laut "FAZ" erheblich sein. Analysten schätzen die gesamten Zusatzkosten infolge der Verzögerungen auf 700 Mio bis 1,5 Mrd EUR.

Siemens ist zweifach betroffen. Zum einen ist der deutsche Konzern mit 34% Großaktionär von Areva NP, dem Lieferanten des nuklearen Reaktors. Zum anderen ist Siemens als Konstrukteur der Turbine und des Generators mit einer Beteiligung von rund einem Drittel Partner des Konsortiums, das in Finnland für den ganzen EPR-3 verantwortlich ist.

"Eine Schätzung der Belastung von etwa 500 Mio EUR über die gesamte Laufzeit hinweg erscheint nicht unrealistisch", sagt etwa Bernd Laux, Analyst des Brokerhauses CAI Cheuvreux. Ein Siemens-Sprecher in München wollte gegenüber der "FAZ" nichts präzisieren, räumte aber ein, dass die Belastung "nicht unerheblich" sei. Die Zeitung zitiert ihn mit den Worten: "Das ist sicherlich ärgerlich."

Areva habe Rückstellungen vorgenommen, ihre Höhe aber nie öffentlich beziffert. Im September 2006 hatte der französische Staatskonzern einen Rückgang des Betriebsgewinns im zurückliegenden Halbjahr von 655 auf 115 Mio EUR mitgeteilt, der vor allem darauf zurückzuführen war; in der ersten Jahreshälfte 2007 fielen weitere Belastungen an.

Webseite: http://www.faz.net DJG/nas/mim

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