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14.06.2010

Siemens erhält Auftrag für 6 Gasturbinen von US-Versorger

Von Jan Hromadko DOW JONES NEWSWIRES

Von Jan Hromadko DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Siemens-Konzern wird sechs Gasturbinen einer neuen Generation an einen US-Versorger in Florida liefern. Der Auftrag samt einer Wartungsvereinbarung von 15 Jahren beläuft sich auf einen Betrag im mittleren dreistelligen Mio-EUR-Bereich, wie Michael Süß, Vorstandsvorsitzender der Division Fossil Power Generation des Siemens Energiesektors, im Interview mit Dow Jones Newswires sagte.

Der Münchener DAX-Konzern erhofft sich von seinen neuen Gasturbinengeneration, der so genannten H-Klasse, einen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerben bei der Belieferung von Versorgern. Sie sollen mit Energieeffizienz punkten.

Nach fast zehn Jahren Entwicklungszeit liefert Siemens nun sechs Turbinen der H-Klasse an den Versorger Power & Light in Florida, einer Einheit der NextEra Energy Inc.

Siemens will mit seinen Gasturbinen weiter davon profitieren, dass die Versorger ihren Kohlendioxidausstoß zurückschrauben, wie Süß im Interview erklärte. Der Trend zu Gaskraftwerken halte weiter an und man erwarte, dass das auch in Zukunft so bleiben wird, sagte Süß.

In Kombination mit Dampfturbinen, die Abfallenergie der Gasturbinen nutzen, um damit separate Generatoren anzutreiben, erreicht die Turbine der H-Klasse einen Wirkungsgrad von 60%, wie Süß erläuterte. Im Schnitt wandeln die in den USA betriebenen kombinierten Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) bisher weniger als 40% des verbrannten Gases in Strom um. Durch den höheren Wirkungsgrad spart der Versorger bei den Betriebskosten. "Im Falle unseres Kunden Florida Power & Light spart der Kunde über den Lebenszyklus von zwei Kraftwerken netto fast 1 Mrd USD", sagte Süß.

Siemens will die Turbinen der H-Klasse entsprechend in weiteren Märkten anbieten, sagte der Divisionsvorstand. "Ein wesentlicher Absatzmarkt für diese Gasturbinen wird sicherlich die USA sein", sagte Süß.

"Wir gehen davon aus, dass innerhalb von zehn Jahren bis zu einem Drittel der alten Kohlekraftwerkskapazitäten in diesem Markt mit Gaskraftwerken ersetzt werden können. Aber auch Märkte wie Südkorea, Japan und Russland haben Interesse an unserer Gasturbinentechnologie gezeigt", fügte er hinzu.

Süß zufolge erwartet Siemens für das nächste Geschäftsjahr 2010/11 zudem eine leichte Erholung in der Nachfrage für die Ausrüstung von Kraftwerken, nachdem diese im Zuge der Wirtschaftskrise zurückgegangen war. "Wir erwarten im nächste Jahr eine leichte Erholung", sagte Süß.

-Von Jan Hromadko, Dow Jones Newswires; + 49 (0)69 - 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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