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20.07.1984 - 

Hohe Investitionen in Megabit-Speichertechnologie:

Siemens erhofft Gewinn im Bauelementebereich

STOCKHOLM (VWD) - Erstmals seit drei Jahren wird der Siemens-Unternehmensbereich Bauelemente im Geschäftsjahr 1983/84 (30. September) wieder schwarze Zahlen schreiben. Dies kündigt Siemens-Vorstandschef Dr. Karlheinz Kaske an. Kaske sprach von einem erfreulichen Ergebnis, das allerdings nicht ausreiche, um die Verluste der Vorjahre aufzuwiegen.

Zwar sei Siemens dabei die Hochkonjunktur auf dem Bauelementemarkt entgegengekommen, vor allem aber habe man es den eigenen Strukturmaßnahmen zu danken, daß der Unternehmensbereich wieder Gewinn mache. Siemens werde alle Anstrengungen darauf richten, bei Bauelementen auch künftig in der Gewinnzone zu bleiben.

Daß es dem Unternehmen damit ernst sei, werde durch die Investitionen in die Entwicklung der 1- und 4-Megabit-Speichertechnologie, die für die kommenden Jahre geplant seien, unterstrichen. In den ersten acht Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnten die Auftragseingänge bei Bauelementen um rund 60 Prozent auf etwa 2,4 Milliarden und der Umsatz um 20 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Mark gesteigert werden. Als "größte Renner" hätten sich dabei erneut Mikroprozessoren und integrierte Schaltungen erwiesen.

Das zu den Investitionsschwerpunkten der nächsten Jahre zählende "Mega-Projekt" beinhalte neben der Entwicklung und Fertigung von 1- und 4-Megabit-Speichern und der entsprechenden hochintegrierten Mikroprozessoren die anwendungs-, kunden- und "Semi-custom"-spezifischen Bauelemente, für die Siemens aufgrund der vorhandenen Systemkenntnisse besonders interessante Lösungen bieten könne.

Für die zur Produktion des 1-MB-Speichers notwendige Mikrometertechnologie sind Investitionen von rund 400 Millionen Mark vorgesehen, von denen 100 Millionen eine Pilotlinie in München-Perlach und 300 Millionen auf den Bau einer Fabrik in Regensburg entfallen werden. 4-MB- und möglicherweise auch den 16-MB-Chip, seien 400 Millionen Markt für die Entwicklungslinie in Perlach und 100 Millionen Mark für eine Fertigungslinie eingeplant.

Siemens wird die Entwicklung dieser neuen Speichergeneration nicht im Alleingang, sondern in Kooperation mit dem niederländischen Philips-Konzern durchführen. Die Ergebnisse der in Eindhoven und München durchgeführten Forschungsarbeiten würden von beiden Unternehmen unabhängig umgesetzt. Beide Gesellschaften hätten mit den jeweils zuständigen Forschungsministerien Gespräche über Fördermittel aufgenommen und seien zuversichtlich, diese auch zu erhalten.