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23.01.2008

Siemens-Ermittler stoßen bei Med auf "dubioses Finanzsystem" - SZ

MÜNCHEN (Dow Jones)--In der Affäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen sind die vom Konzern eingeschalteten Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge "in einem weiteren Geschäftsfeld auf ein rätselhaftes Finanzsystem gestoßen". Hinweisen an den Aufsichtsrat zufolge könnten im Unternehmensbereich Medizintechnik (Med) gut 140 Mio EUR "in dunkle Kanäle geflossen sein", berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Donnerstagausgabe) unter Berufung auf nicht näher genannte Informationen.

MÜNCHEN (Dow Jones)--In der Affäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen sind die vom Konzern eingeschalteten Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge "in einem weiteren Geschäftsfeld auf ein rätselhaftes Finanzsystem gestoßen". Hinweisen an den Aufsichtsrat zufolge könnten im Unternehmensbereich Medizintechnik (Med) gut 140 Mio EUR "in dunkle Kanäle geflossen sein", berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Donnerstagausgabe) unter Berufung auf nicht näher genannte Informationen.

Aufsichtsräte sprechen dem Bericht zufolge von möglicherweise "ernsten Problemen" in diesem Geschäftsfeld. Die mit der Aufklärung der Korruptionsaffäre beauftragte US-Kanzlei Debevoise untersuche, ob es in dieser Sparte ähnliche Strukturen wie im Bereich Telekommunikation (Com) gegeben habe.

Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen nicht näher kommentieren. Er verwies auf die Aussagen des Unternehmens zu den laufenden Rechtsstreitigkeiten, die Siemens im jüngsten Geschäftsbericht veröffentlicht hat.

Hier hatte Siemens über laufende Ermittlungen unter anderem gegen den Med-Bereich in China sowie ein laufendes Verfahren gegen einen Med-Manager in Indonesien berichtet. Siemens hatte zudem mitgeteilt, dass im vierten Geschäftsquartal 2006/07 bei internen Untersuchungen weitere fragwürdige Zahlungen im Zusammenhang mit Beraterverträgen von über 857 Mio EUR gefunden wurden.

Diese steuerlich nicht abzugsfähigen Zahlungen seien in Bereichen außerhalb der ehemaligen Com-Sparte gefunden worden, hieß es damals ohne nähere Angaben zu den Bereichen. Im Com-Bereich hatte Siemens bereits fragwürdige Zahlungen von 449 Mio EUR entdeckt.

Webseiten: http://www.sueddeutsche.de http://www.siemens.com DJG/abe/brb

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