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17.08.2001 - 

Weitere Entlassungen nicht ausgeschlossen

Siemens IC erhöht den Kostendruck

MÜNCHEN (CW) - Die IT-Sparte der Siemens AG kommt nicht zur Ruhe. Nach der vor kurzem angekündigten Entlassung von 5000 Mitarbeitern, die zur Einsparung von rund zwei Milliarden Euro führen soll, stellte das für den Konzernbereich Information & Communication (IC) zuständige Vorstandsmitglied Volker Jung im Interview mit der CW weitere Einschnitte in Aussicht.

"Im Bereich ICN mussten wir das Kostensenkungsprogramm auf 2,2 Milliarden Euro ausbauen. Natürlich könnte dies auch weitere Personalmaßnahmen notwendig machen. Aber bis jetzt ist noch nichts beschlossen", erklärte der Siemens-Manager Ende vergangener Woche in einem Gespräch mit der CW, dessen vollständiger Wortlaut in der kommenden Ausgabe abgedruckt wird. Jung zufolge soll aber erst dem neu berufenen ICN-Bereichsvorstand Thomas Ganswindt die Möglichkeit eingeräumt werden, die Situation "genau zu analysieren und dann Vorschläge zu erarbeiten".

Ähnlich äußerte sich Jung nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" am Freitag vergangener Woche auch auf einer Betriebsversammlung. Dort wurde der Siemens-Vorstand seitens des Betriebsrates mit einem internen Papier der Konzernleitung konfrontiert, wonach über die bereits angekündigte Streichung von 5500 Stellen im Bereich Netzwerke (ICN) hinaus dort weitere 3000 Arbeitsplätze zur Disposition stehen. Jung bezeichnete diese Zahlen als "Plangröße und Diskussionsgrundlage" und betonte erneut, dass "nichts entschieden ist".

Unvorstellbarer MarkteinbruchGegenüber der CW sprach Jung von einem "verheerenden Markteinbruch", den er während seiner Laufbahn "in dieser Breite noch nicht erlebt" habe. Der Vorwurf mangelnder Weitsicht in Sachen Geschäftsentwicklung und Personalplanung treffe Siemens und ihn persönlich nicht, da man während des Internet-Hypes mit dem Thema Zukäufe "sehr zurückhaltend umgegangen" sei. Nicht umsonst müssten derzeit fast alle namhaften Wettbewerber Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen. Andererseits habe man auch bei Siemens, wie sich heute herausstelle, zu ehrgeizige Wachstumsziele formuliert.