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08.01.1982 - 

Zur Sache

Siemens: "In allen Märkten aktiv. . ."

MÜNCHEN - Als Reaktion auf "Veröffentlichungen in einigen Pressepublikationen" schwirrte den EDV-Benutzern der Siemens AG, München, Ende November ein Rundschreiben auf den Schreibtisch. Die von den Siemens-Bossen Dr. Claus Kessler und Anton Peisl unterschriebene Notiz soll den Kunden des größten deutschen Elektrokonzerns "die Gewißheit geben" daß sie sich auch weiterhin auf einen "zuverlässigen Partner" verlassen können. Der Originaltext:

Veröffentlichungen in einigen Pressepublikationen haben in letzter Zeit zu Gerüchten Anlaß gegeben, Siemens sei sich seines Weges in der Datenverarbeitung nicht mehr sicher. Diese Mutmaßungen entbehren jeder Grundlage.

Wir haben auf eine öffentliche Erwiderung verzichtet, möchten jedoch in dieser Notiz zu den wichtigen Punkten klar und offen unsere Stellungnahme darlegen.

Der Unternehmensbereich Datentechnik baut das DV-Geschäft weiter aus. Wir bleiben in allen Märkten und Branchen aktiv und werden dort unsere Position systematisch ausweiten.

Mehr als 2000 Kunden, ein installierter Computer-Park im Wert von über 7 Milliarden Mark, ein Gesamtumsatz von 1,9 Milliarden Mark (+ 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und ein Auftragseingang von 2,2 Milliarden Mark im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr sind hierzu eine gute Basis. Grundlage unseres Geschäftes ist unverändert die Entwicklung eigener Hard- und Software. Die Nutzung firmeninterner Ressourcen wird weiter intensiviert.

Die Zusammenarbeit mit Fujitsu wird planmäßig ausgebaut und ist durch langfristige Verträge gesichert.

Das System 7.500 ist und bleibt Schwerpunkt unseres Geschäftes; von diesem System haben wir allein seit 1979 über 1500 Anlagen in Auftrag genommen, von denen zirka 1000 installiert sind - ein großer Teil davon bei Neukunden, die wir in hartem Wettbewerb für uns gewinnen konnten.

Neue Prozessoren führen modernste Rechnertechnologie in unser Produktspektrum 7.500 ein und erweitern das Leistungsspektrum insbesondere nach oben. Die hier eingesetzten hochintegrierten Logikbausteine mit Schaltzeiten im Subnano-sekundenbereich und 64-Kbit-Speicherbausteine sind Weltspitzenprodukte.

Die Kundenlieferung der Produkte in neuer Technologie beginnt nach anfänglichen Verzögerungen in diesem Geschäftsjahr.

Wir werden das Produktspektrum 7.500 konsequent weiter ausbauen mit dem Ziel, den oberen Leistungsbereich um Rechner zu erweitern, die eine interne Verarbeitungsgeschwindigkeit von mehr als 10 Megaoperationen pro Sekunde aufweisen werden.

Das BS2000 ist das Betriebssystem der Rechnerfamilie 7.500. BS2000 entspricht dem neuesten Stand der Technik von universellen Betriebssystemen für kombinierte Dialog- , Transaktions- und Stapelverarbeitung und hat zum Markterfolg des Systems 7.500 wesentlich beigetragen. BS2000 und die zugehörigen Datenbank- und Datenkommunikations-Komponenten werden mit hohem Entwicklungseinsatz entsprechend den Marktanforderungen und parallel zur Hardware konsequent weiterentwikkelt.

Das System 7.500 mit BS2000 ist das Zielsystem für Benutzer der Rechner 4004/7.700, die das BS1000 einsetzen. Wir betreuen und warten BS1000 noch bis zum Ende dieses Jahrzehnts. Für den Übergang auf BS2000 sind leistungsfähige technische Migrationshilfen verfügbar.

Auch das System 7.800 wurde nach oben erweitert. Wir kündigten im November 1981 zwei neue Modelle mit der Bezeichnung 7.890 und 7.892 an, die zur Zeit die leistungsfähigsten Universal-Rechner der Welt sind. Das 7.800-Geschäft ist mit bisher über 50 Aufträgen bei Neukunden erfolgreich.

Das Geschäft mit Rechnernetzen werden wir weiter intensivieren. So bieten wir auch in Zukunft Problemlösungen an, bei denen unsere Universalrechner in Rechnernetzen zusammen mit Basisdatensystemen arbeiten werden.

Wir sind überzeugt, mit der Klarstellung unserer Position in der Datenverarbeitung unseren Kunden die Gewißheit geben zu können, daß Siemens auch weiterhin für sie ein zuverlässiger Partner ist.