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09.07.2010

Siemens investiert 200 Mio EUR in den Vertrieb in Afrika

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Siemens-Konzern baut seinen Vertrieb in Südafrika aus, um die angekündigten Wachstumsziele in der Region Afrika erreichen zu können. Rund 200 Mio EUR zusätzlich will der Technologiekonzern dazu in den kommenden beiden Jahren in den Ausbau des Geschäfts und des Vertriebs investieren, wie Siemens am Freitag in Johannesburg mitteilte. "Vor allem die erneuerbaren Energien haben in Afrika ein riesiges Potenzial", sagte Siemens-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher. Der DAX-Konzern feiert derzeit 150 Jahre Geschäftstätigkeit in Südafrika. Bis 2012 will Siemens in Afrika ihren Marktanteil verdoppeln und den Auftragseingang mehr als verdreifachen.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Siemens-Konzern baut seinen Vertrieb in Südafrika aus, um die angekündigten Wachstumsziele in der Region Afrika erreichen zu können. Rund 200 Mio EUR zusätzlich will der Technologiekonzern dazu in den kommenden beiden Jahren in den Ausbau des Geschäfts und des Vertriebs investieren, wie Siemens am Freitag in Johannesburg mitteilte. "Vor allem die erneuerbaren Energien haben in Afrika ein riesiges Potenzial", sagte Siemens-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher. Der DAX-Konzern feiert derzeit 150 Jahre Geschäftstätigkeit in Südafrika. Bis 2012 will Siemens in Afrika ihren Marktanteil verdoppeln und den Auftragseingang mehr als verdreifachen.

Noch in diesem Jahr will Löscher die ersten großen Wind- und Solarprojekte in Afrika ankündigen, nachdem einige Länder die politischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen haben. Marokko beispielsweise will laut Siemens 9 Mrd USD und Tunesien 2 Mrd USD in den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung investieren.

Sowohl in der Energietechnik als auch in der Wasserversorgung will Siemens verstärkt Partnerschaften mit afrikanischen Unternehmen und Institutionen eingehen, wie Löscher ankündigte. Auf lokale Expertise werde Siemens auch im Gesundheitswesen setzen. Angesichts angespannter Haushaltslagen werden Krankenhäuser in afrikanischen Städten zunehmend mit Hilfe privatwirtschaftlicher Finanzierung gebaut. An diesen Public Private Partnerships für Hospitäler, die laut Siemens Investitionsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro erreichen, will sich Siemens verstärkt im Rahmen von Konsortien beteiligen.

Für den afrikanischen Markt setzt Siemens auf die Produkte seiner SMART-Initiative. Dies sind abgespeckte Varianten von Geräten, die etwa für die USA oder Europa entwickelt wurden. Sie haben weniger Funktionen, sind dafür aber deutlich günstiger. Nach rund fünf Jahren Entwicklung bietet Siemens heute mehr als 80 solcher Einstiegsprodukte an, die vorwiegend in eher ländlichen und somit dünner besiedelten Gegenden nachgefragt werden.

Insgesamt umfasst der Siemens-Cluster Afrika mehr als 50 Länder, in denen rund 3.000 Siemens-Mitarbeiter beschäftigt sind. Ägypten und Libyen zählt Siemens nicht zum Cluster Afrika, sondern zum Cluster Middle East. Im vergangenen Jahr hatte der DAX-Konzern angekündigt, den Auftragseingang im Cluster Afrika bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 auf 3 Mrd EUR zu steigern und damit mehr als zu verdreifachen. Knapp 1 Mrd EUR an Aufträgen hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008/09 in dieser Region erhalten. Der für Siemens adressierbare Markt soll bis 2012 auf ein jährliches Volumen von rund 30 Mrd EUR wachsen. Den Marktanteil wollen die Münchner bis dahin auf 10% verdoppeln.

Webseite: www.siemens.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 552 14030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/has

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