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17.07.1992 - 

Erstes Halbjahr dank Sonderkonjunktur positiv

Siemens kämpft weiter gegen Verluste in Problembereichen

DRESDEN (CW) - Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Karlheinz Kaske, sieht den Münchner Elektronikriesen im Geschäftsjahr 1991/92 "auf Kurs". Allerdings schreibt der Konzern in den Bereichen SNI, US-Geschäft und Halbleiter nach wie vor rote Zahlen.

In den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 1991/92 ist nach Angaben des Konzerns der Umsatz insgesamt um sieben Prozent auf 47,8 Milliarden Mark und der Auftragseingang um fünf Prozent auf 56,7 Milliarden Mark angestiegen.

Problembereiche sind dagegen nach wie vor die SNI AG, der Sektor private Kommunikationsnetze in den USA und die Halbleiter. In diesen drei Bereichen müßten die Münchner Verluste hinnehmen.

Bei der Siemens-Nixdorf-Informationssysteme AG geht der Verlustabbau offenbar langsamer voran als erwartet. Die Ursache sieht der Münchner Elektronikriese in den Integrationsproblemen und vor allem in der ungünstigen Branchensituation. Nähere Angaben über die Höhe der Verluste wurden jedoch nicht gemacht.

In der Chip-Produktion sei sogar mit einem Anstieg des Defizits zu rechnen. Experten schätzen das Minus im laufenden Geschäftsjahr auf 500 Millionen Mark. Außerdem rechnet man mit einem leicht zurückgehenden Halbleiterabsatz, der mit zwei Milliarden Mark knapp unter dem des Vorjahres liegen dürfte.

Allerdings soll ein Umstrukturierungsprogramm in den nächsten zwei bis drei Jahren Kostensenkungen in dreistelliger Millionenhöhe bringen. Kaske wertete den Verzicht auf eine neue Produktionsstätte für den 64-Mbit-Chip als einen der Schritte zur Kostendämpfung. Der zusammen mit IBM entwickelte Speicherbaustein soll nunmehr in den Fabriken in Regensburg oder Villach gefertigt werden.

Die Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr 1991/92 (30. September) wurden nicht korrigiert.