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06.04.1979 - 

Elektronischer Hausmeister:

Siemens-Leitsystem für haustechnische Anlagen

MÜNCHEN (pi) - Ein Zentralprozessor des Minicomputersystems Siemens 210, an den Mikroprozessor-Unterstationen angeschlossen sind, bildet das zentrale Leitsystem LS 300C, mit dem in Gebäudekomplexen von kleinem bis mittlerem Format Aufzugs-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen überwacht und gesteuert werden können. Es ist auch als Subsystem innerhalb eines übergeordneten Leitsystems einsetzbar.

Das modular aufgebaute Leitsystem LS 300C läßt sich so weit ausbauen, daß an die Zentrale bis zu 26 Unterstationen mit 5000 Funktionsstellen angeschlossen werden können. Die Unterstationen sind mit der Leitzentrale über zwei- oder (bei Sprechverkehr) vierpaarige Übertragungskabel verbunden. Es lassen sich betriebs- oder posteigene Leitungen verwenden.

Zum Überwachen besonders wichtiger Informationen kann ein redundantes Übertragungsnetz herangezogen werden. Alle Daten der Unterstationen werden von der Zentrale zyklisch abgefragt und im Halbduplex- und Zeitmultiplex-Verfahren übertragen. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit beträgt 4800 Baud.

Mit dem Leitsystem lassen sich in haus- und betriebstechnischen Anlagen Meldungen, Meß-, Zähl- und Betriebsstundenwerte erfassen, überwachen und verarbeiten sowie Schalt- und Stellbefehle ausgeben, die manuell oder automatisch vom Programm ausgelöst werden können. Programme für Befehlsausgaben lassen sich zeit- und ereignisabhängig verwenden. Über Kartenleser kann der Zugang zu bestimmten Bereichen kontrolliert werden.

Es gibt Unterstationen zum Erfassen einer festen Datenmenge sowie Unterstationen, bei denen eine frei projektierbare Datenmenge innerhalb bestimmter Grenzen erfaßt wird. In den Unterstationen werden Mikroprozessoren verwendet, welche die Informationen zwischen Leitzentrale und Unterstationen vorverarbeiten und die reduzierte Datenmenge zur Übertragung bereitstellen, so daß die Erfassungs- und Verarbeitungszeiten wesentlich kürzer ausfallen.

Das Leitsystem LS 300C läßt sich auch in ein größeres, übergeordnetes Leitsystem einbeziehen. Es kann dann als Subsystem (mit Bedienteil) oder Zubringersystem (ohne Bedienteil) verwendet werden. Das gesamte Leitsystem ist hierarchisch gegliedert und dadurch um mehrere Systemebenen erweiterbar. Es können gleichzeitig mehrere Sub- oder Zubringersysteme an eine übergeordnete Zentrale angeschlossen werden. Teilbereiche großer Gebäudekomplexe lassen sich so beispielsweise mit eigenen getrennten Leitsystemen ausrüsten, die an einer gemeinsamen Hauptzentrale für den ganzen Gebäudekomplex angeschlossen sind.

Informationen: Siemens AG, Zentralstelle für Information, Postfach 103, 8000 München 1,

Telefon: 089/23 41