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04.05.2011

Siemens liegt beim Wachstum leicht hinter Wettbewerbern

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Nach der Ankündigung von Siemens Ende 2010, sich künftig stärker am Wettbewerb messen zu wollen, hat das Industriekonglomerat nun erstmals direkt die eigenen Wachstumsraten mit denen der Konkurrenz verglichen. In die vergangenen vier Quartalen wuchs der Münchener DAX-Konzern nach Angaben vom Mittwoch beim Umsatz um 7,6%, während die Konkurrenten im gleichen Zeitraum um 8,4% zulegten. "Wir sind damit leicht unterhalb der durchschnittlichen Zahl des Wettbewerbs", sagte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher in einer Telefonkonferenz. Dass die Diskrepanz nur gering sei, bezeichnete der Manager als beachtlich, "da wir mit organischem Wachstum annähernd dieselbe Geschwindigkeit erreicht haben wie der Wettbewerb, dessen Wachstum teilweise erheblich durch Akquisitionen getrieben wurde". Siemens sei daher gut unterwegs.

Im November 2010 hatte Siemens angekündigt, sich stärker auf kapitaleffizientes Wachstum und weniger auf die zuvor intensiv beachteten Margenziele zu fokussieren und präsentierten ein entsprechendes Zielprogramm unter dem Titel "One Siemens". Auf Konzernebene will Siemens im Zuge dieses Programms schneller wachsen als die wichtigsten Wettbewerber. Wie weit man bei diesem Ziel gekommen ist, will man regelmäßig im Vergleich mit den Konkurrenten wie ABB, General Electric, Philips, Rockwell und Schneider messen. Grundlage soll jeweils deren nominales durchschnittliches Umsatzwachstum der zurückliegenden vier Quartale sein. Zuvor hatte sich Europas größter Technologiekonzern vorgenommen, doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft zu wachsen oder halb so langsam zu schrumpfen.

Mit der Umsteuerung weg von den Margenzielen und hin zu kapitaleffizientem Wachstum rückte zudem die Kennziffer ROCE (Return on Capital Employed) in den Mittelpunkt, mit der gemessen wird, wie effizient das eingesetzte Kapital gearbeitet hat. Für den Konzern strebt Siemens ein Band von 15% bis 20% an. Per Ende des ersten Halbjahres 2010/11 lag der Wert bei 33,6%.

Auch die Margen-Zielbänder (EBITDA) für die drei Sektoren erreichte Siemens im ersten Geschäftshalbjahr. Im Industriesektor wurde eine Rendite von 13,2% (Ziel: 10% bis 15%) erreicht, im Energiegeschäft 14,8% (Ziel: 10% bis 15%) und in der Medizintechnik 18,4% (Ziel: 15% bis 20%). Bei den neuen Margenbändern sollen sich die Sektoren künftig in Talsohlen der Konjunktur am unteren Ende des Bandes bewegen und im Konjunkturhoch das obere Ende erreichen. "Bei der Profitabilität befinden sich alle Sektoren klar in den Margenbändern. Die Kapitaleffizienz hat das angestrebte hohe Niveau übertroffen. Der Verschuldungsgrad ist gering. Das gibt uns große Handlungsfreiheit nach vorne", sagte Löscher mit Blick auf das erste Halbjahr.

Webseite: www.siemens.com -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 297 25 114, nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/cbr

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