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20.06.1980 - 

Serie 7.500 um vier Zentraleinheiten erweitert:

Siemens-Lückenfüller konkurriert mit 4331-2

20.06.1980

MÜNCHEN- Siemens entwickelt sich zu einem Meister der Synchron Ankündigung: Nachdem IBM kürzlich das Leistungsloch zwischen den Modellen 4331 und 4341 gestoppt hat, kommen nun auch die Münchener mit einem Lückenfüller. So wurde jetzt für das System 7.500 ein neues Modell 7.536 angekündigt, das gegenüber dem Rechner 7.531 die doppelte Leistung aufweist. Oberhalb des bisher größten Rechners der 7.500er Serie, Modell 7.541, kündigte Siemens die Zentraleinheiten 7.551, 7.561 und 7.571 an (Leistungsdaten siehe Tabelle, Seite 3). Alle Modelle werden vom Betriebssystem BS2000 unterstützt.

Während die 7.536 gegen die IBM 4331 Modell 2 konkurrieren soll (Siemens: "Wir wollen Neukunden gewinnen"), sind die Rechner 7.551, 7.561 und 7.571 leistungsmäßig so abgestuft, daß sie in den 303X-Markt von IBM zielen. Zur Verbesserung der Befehlsausführungszeiten sind die Vierlinge mit schnellen Pufferspeichern ausgerüstet.

Als Speicherbausteine werden von Siemens entwickelte 65 536-Bit-Chips verwendet (MOS-Technik), die "Logik" ist in ECL-Technik aufgebaut (Emitter Coupled Logic), wobei bipolare LSI-Bausteine zum Einsatz kommen.

Für Diagnose und Wartung gibt es einen separaten Service-Prozessor mit eigenem 64-KB-Speicher.

Die Hauptspeicherkupazität der 7.536 kann von 2 MB auf 3 MB erweitert werden. Das Modell 7.551 ist mit Hauptspeicherkapazitäten von 2, 4, 6 oder 8 MB ausgestattet, der Pufferspeicher ist 16 KB groß.

Die 7.561 - mit 4, 6 oder 8 MB Speicherkapazität und 32 KB-Pufferspeicher - verfügt über zwei parallel arbeitende Prozessoren für Befehlsaufbereitung und Befehlsausführung.

Das nunmehr größte Modell des Systems 7.500, die 7.571, hat 4 oder 8 MB Hauptspeicherkapazität, einen 64-KB-Pufferspeicher und - wie die 7.561 - zwei Verarbeitungsprozessoren.

Eine typische 7.536-Konfiguration mit 2 MB Hauptspeicher, drei Magnetplatten mit je 126 MB, zwölf Datenstationen und Schnelldrucker kostet im Langzeitvertrag (36 Monate) 17 400 Mark Monatsmiete. Die Grundsoftware wird von Siemens mit monatlich 1650 Mark berechnet.

Eine 7.551, ausgestattet mit 4 MB, acht 420-MB-Platten, drei Magnetbandeinheiten, 600-Zeilen-Drucker und 16 Terminals, kostet einschließlich Software an die 67 000 Mark

(Langzeitmiete). Die 7.561 mit 4 MB Hauptspeicher kostet rund 155 000 Mark Monatsmiete; das Flaggschiff 7.571 ist für etwa 220 000 Mark zu mieten.

Die neuen Rechner sollen ab Herbst 1981 verfügbar sein.