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01.10.2004 - 

Siemens mobile nutzt IBM-Grid

MÜNCHEN (CW) - IBM hat eine Reihe von Grid-Computing-Projekten angekündigt. Zu den kommerziellen Anwendern gehört Siemens mobile.

Die Mobilfunksparte des Münchner Konzerns nutzt Grid-Technik von Big Blue und Middleware von Platform Computing, um mobile Kommunikationssoftware schneller zu entwickeln und deren Qualität und Zuverlässigkeit zu verbessern. Unter anderem werden mit der Lösung Workloads auf unausgelastete Server verlagert. Das Siemens-mobile-Grid besteht unter anderem aus X-Series-Servern von IBM unter Suse Linux.

Die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) hat sich von IBM und CSC auf Basis der Grid Toolbox (diese enthält Software von Big Blue, Red Hat und Avaki) im Rahmen eines Pilot- versuchs eine Lösung implementieren lassen, um Luftqualitäts-Modelle zu verbessern und bessere Vorhersagen über die Auswirkungen von Luftverschmutzung treffen zu können. Derzeit prüft die Behörde, ob sie daraus ein Produktionssystem mit P-Series-Supercomputern machen soll.

Im asiatisch pazifischen Raum setzt NTT Communications Grid- und Autonomic-Computing-Technik für seinen Internet-Connectivity-Dienst OCN ein, um dessen Qualität zu verbessern. Dabei arbeiten die Japaner mit dem Tokyo Research Laboratory von IBM zusammen. Außerdem verwendet Nippon Steel, genauer dessen IT-Tochter NS Solutions, Grid-Technik zur Verbesserung der Produktionsplanungs-Systeme von Eisenmühlen. Dabei wurden für Berechnungen in nahezu Echtzeit verschiedene Server unter Red Hat Linux mit Globus Toolkit verbunden. Diese sollen später auch mit Systemen im Forschungs- und Entwicklungszentrum von NS Solutions in Yokohama verknüpft werden.

Software wird angepasst

Die koreanische iRiver-Tochter Yurion schließlich, die Audio-Streaming für portable Endgeräte bereitstellt, hat sich von IBM ein Grid einrichten lassen, das 100000 gleichzeitige Nutzer und 200 Terabyte Storage-Volumen unterstützt. Dabei setzt Big Blue Blade-Center- und X-Series-Server sowie Speichersysteme der Reihen Total Storage, SAN Volume Controller und Total Storage Fasst ein.

Unabhängig von den Projekten teilte die IBM mit, sie habe mit zehn Softwarehäusern erfolgreich deren Produkte an ihre Grid-Architektur angepasst. Diese ISVs sind Ascential, Cadence, Chordiant, CGY, Exa, Insbridge, LSTC, Peregrine, Searchspace und Turboworx. Damit haben in diesem Jahr bereits 17 Softwarefirmen ihre Grid-Anpassungen mit IBM erfolgreich abgeschlossen. (tc)