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03.09.2004 - 

Mobilfunksparte in Not

Siemens muss Handys zurückrufen

MÜNCHEN (CW) - Ein Fehler in der Steuerungssoftware von Siemens-Handys der 65er Modellreihe könnte die wirtschaftlichen Ziele des viertgrößten Handyproduzenten der Welt in weite Ferne rücken. Der Defekt kann dazu führen, dass die Abschaltmelodie unter bestimmten Umständen laut abgespielt wird. Nachdem der Hersteller vor möglichen Hörschäden durch den Fehler gewarnt hatte, stellten die großen Netzbetreiber und Elektronikhändler den Verkauf der betroffenen Geräte ein. Erst wenn die neue Version der Software verfügbar und getestet ist, sollen die Geräte wieder erhältlich sein.

Update-Service nicht mehr online

Zwar wurde eine verbesserte Firmware schon entwickelt und auf der Website von Siemens-Mobile zum kostenlosen Download angeboten, doch aufgrund fehlender Freigabe durch die Netzbetreiber und Elektrohändler nahm Siemens den Update-Service vorübergehend wieder vom Netz. Sowohl der Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer als auch Lothar Pauly, Chef der Mobilfunksparte von Siemens, hatten die im April auf den Markt gebrachte Produktfamilie als Umsatzmotor im Mobilfunkgeschäft gesehen. Nach 88 Millionen Euro Verlust bei einer Milliarde Umsatz im vorigen Quartal erwarteten sie ein positives Ergebnis aus dem Handyverkauf im laufenden Quartal.

Jetzt rechnen einzelne Analysten mit einem Schaden von bis zu 50 Millionen Euro. Roland Pitz von der Hypovereinsbank hingegen erwartet kaum Auswirkungen auf die Bilanz von Siemens. (uk)