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08.06.1984 - 

Bundespost ist der größte Auftraggeber:

Siemens-Nachrichtentechnik expandiert

MÜNCHEN (VWD) - Die Siemens AG wächst in der Nachrichtentechnik kräftig. Zum 1. April 1984 hat sie diese Sparte neu geordnet und einen eigenen Unternehmensbereich Nachrichtentechnik für den Markt der öffentlichen Auftraggeber gegründet. Der dementsprechende Umsatz hat im ersten Geschäftshalbjahr 1983/84 bereits auf 3,8 (3,4) Milliarden Mark zugenommen. Im gesamten Geschäftsjahr 1982/83 waren hier 6,9 Milliarden Mark umgesetzt worden. Der Anteil des Auslandgeschäft daran beträgt 45 Prozent.

Wie der Leiter dieses Unternehmenbereichs, Vorstandsmitglied Dr. Hans Baur, sagte, stellen die öffentlichen Kommunikationsnetze mit Vermittlungs- und Übertragungseinrichtungen 70 Prozent des Umsatzes. Rund 30 Prozent entfallen auf den Geschäftsbereich Sicherungssysteme mit Funk- und Radarsystemen, Eisenbahnsignaltechnik, Sicherungs-, Melde- und Straßenverkehrstechnik.

Der Weltmarkt der Kommunikationstechnik erreichte 1983 ein Umsatzvolumen von rund 475 (455) Milliarden Mark. Davon entfielen auf die Verteilkommunikation (Rundfunk und Fernsehen) 250 Milliarden Mark oder 53 Prozent und 225 Milliarden Mark auf die Dialog- und Individualkommunikation. Hiervon wurden 21 Milliarden Mark für private Netze, 35 Milliarden Mark für Endgeräte aller Art, 84 Milliarden Mark für Sicherungssysteme und 85 Milliarden Mark für öffentliche Netze investiert. Der Anteil des Siemens-Unternehmensbereiches am Markt für öffentliche Netze beträgt etwa sechs Prozent. Damit liegt Siemens hinter AT&T und ITT an dritter Stelle, bei Text- und Datennetzen weltweit auf Platz eins.

Das von Siemens entwickelte und bereits in neun Ländern installierte Elektronische Wählsystem Digital (EWSD) ist auch für die von der Bundespost 1987 geplante Einführung des Integrierten Kommunikationsnetzes ISDN (Integrated Service Digital Network) geeignet. Für die Kommunikationspartner bringt die Schnelligkeit des ISDN laut Baur beträchtliche Kostenvorteile. Unter der Prämisse, daß die Bundespost die gegenwärtige Gebührenstruktur und -höhe nicht ändere, würden sich die Kosten für die Übermittlung von einem Megabit Daten (bei insgesamt 100 Megabit proTag) gegenüber der heutigen Telefonübermittlung von 10,07 Mark auf 0,35 Mark senken.