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16.06.2000 - 

Unisphere soll an die Börse

Siemens nimmt den US-Markt ins Visier

MÜNCHEN (CW) - Mit einer Offensive auf dem US-Markt will der Siemens-Bereich Information und Kommunikation vor allem seine Position im Sektor Sprach-Daten-Konvergenz verbessern. Neben der Intensivierung der eigenen Anstrengungen denkt der Großkonzern auch über Zukäufe nach.

Bereits im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Unternehmensbereich Information und Kommunikation mit einem Umsatz von rund zwölf Milliarden Euro ungefähr ein Drittel des gesamten Konzernumsatzes. Auch für die Zukunft hat sich das Unternehmen ehrgeizige Ziele gesetzt. In einem Gespräch mit dem "Wall Street Journal Europe" und dem "Handelsblatt" gab sich der zuständige Siemens-Vorstand Volker Jung selbstbewusst: "Bei dem Thema Konvergenz wollen wir an die absolute Spitze." Hierfür sei der Konzern zwar richtig aufgestellt, müsse aber in Teilbereichen noch abrunden, zukaufen und unter Umständen auch noch etwas abgeben. Die angestrebten Akquisitionen sollen in einem Zeitraum bis 2001 in erster Linie in den USA erfolgen. Durch den geplanten Ausstieg bei der Siemens-Tochter Infineon würde die Kriegskasse von Siemens prall gefüllt. Außerdem steht laut Jung der Börsengang der amerikanischen Internet-Tochter Unisphere Solutions "in absehbarer Zeit" bevor.

Neben dem Versuch, dem führenden Netzwerkausrüster Cisco mit eigenen Vermittlungsanlagen stärker Paroli zu bieten, will Siemens bis 2001 auch als US-Player im Bereich Mobilfunk-Endgeräte aktiv werden. Handys, die neben den europäischen Frequenzen auch US-Netze unterstützen, würden bereits entwickelt, so Jung.

Die Dienstleistungs- und Servicesparte Siemens Business Services (SBS) soll sich ebenfalls stärker auf dem amerikanischen Markt etablieren. Unklar ist bislang, ob dieses Ziel mittels Kooperationen oder über Zukäufe erreicht werden soll.