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27.03.1992 - 

Geplante Entlassungen bestätigt

Siemens-Nixdorf muß den Gürtel enger schnallen

27.03.1992

HANNOVER (qua) - Mit dem Ziel, ihren Vorjahresverlust von 781 Millionen Mark im laufenden- Geschäftsjahr zu halbieren, ist die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) in das neue Geschäftsjahr gegangen. Zu diesem Zweck wurde ein Sparprogramm aufgelegt, das insgesamt 4000 SNI-Mitarbeiter den Arbeitsplatz kosten soll.

Mit anfänglicher Zurückhaltung "mancher Kunden", einer zunächst noch beeinträchtigten Lieferfähigkeit sowie Restrukturierungsbedarf und Ergebnisbelastungen in unerwartetem Umfang begründete Vorstandsvorsitzender Hans-Dieter Wiedig anläßlich der CeBIT '92, daß SNI die für das vergangene Geschäftsjahr gesteckten Volumenziele verfehlt hat. Auch für den Zeitraum von Oktober 1991 bis September 1992 prognostizierte Wiedig "deutlich rote Zahlen" im operativen Bereich.

Als Gegengift verabreicht der SNI-Vorstand dem Unternehmen ein Restrukturierungsprogramm, das bis zum Ende des laufenden Jahres verwirklicht sein soll. Die Maßnahmen schließen unter anderem die Entlassung von insgesamt 4000 Mitarbeitern - acht Prozent der Belegschaft - bis September des laufenden Jahres ein. Wie aus SNI-Kreisen verlautete, werden "einige hundert" Namen allein schon dadurch von der Gehaltsliste verschwinden, daß benachbarte Geschäftsbereiche zusammengelegt werden. Insbesondere die Bereiche Verteidigungssysteme und Behörden sollen verschmelzen.

Daneben will die Unternehmensführung Produktionskapazitäten abbauen, gleichartige Produktionsprozesse zusammenlegen sowie die Bereiche Vertrieb und Service "straffen". Mit Hilfe dieses Maßnahmenpakets hofft das SNI-Management, innerhalb eines Jahres Kosten in Höhe von 600 Millionen Mark einsparen zu können.