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01.02.1991 - 

Kaske sieht keinen Grund zum Ausstieg

Siemens rutscht bei den Chips noch tiefer in die roten Zahlen

MÜNCHEN (CW) - Der rasante Preisverfall bei Speicherbausteinen hat den Geschäftsbereich Halbleiter der Siemens AG, der bisher schon Verluste in dreistelliger Millionenhöhe machte, noch um 10 bis 15 Prozent tiefer in die roten Zahlen getrieben. Weil offenbar mit Speicherbausteinen auch in der nächsten Zeit kein Geld zu verdienen sein wird, will Siemens verstärkt die Produktion von Logikbausteinen angehen.

Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete, führt der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Karlheinz Kaske, den Preisverfall bei Speicherbauelementen in erster Linie auf die weltweiten Überkapazitäten in diesem Bereich sowie auf den Mark-Wechselkurs gegenüber Yen und Dollar zurück. Deshalb sei der Umsatz in diesem Bereich - trotz einer Produktionssteigerung von 1-MB-DRAMs auf 40 Millionen Stück im Regensburger Werk - im Geschäftsjahr 1989/90 um 12 Prozent auf zwei Milliarden Mark zurückgegangen. Ohne den Preisrutsch hätte Siemens mit Halbleitern etwa eine Milliarde Mark mehr umgesetzt, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Obwohl die Preise für Speicherelemente "nicht mehr nennenswert über den Kosten des preiswertesten Anbieters liegen" würden, gibt es laut Kaske keinen Grund, aus diesem Bereich auszusteigen. Er betonte gegenüber der SZ, daß die Verfügbarkeit der Mega-Chip-Technologie im eigenen Unternehmen die Aufwendungen rechtfertige. Allerdings werde man sich in Zukunft auch verstärkt um die Herstellung von Logik-Chips bemühen, die heute bereits rund die Hälfte des Halbleiter-Umsatzes ausmachen.

Neben den 1-Mbit-Chips, von denen im laufenden Geschäftsjahr rund 50 Millionen Stück hergestellt werden sollen, plant Siemens im Laufe des Jahres auch die Produktion der 4-MB-Chips hochzufahren. Darüber hinaus peilt man für 1992 den Einstieg in die Herstellung des 16-Mbit-DRAMs an, wenn bis dahin die Langzeittests erfolgreich absolviert worden sind.