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01.07.1988 - 

Produktfamilie Transit bildet einen SNA - Cluster - Controller ab:

Siemens schafft Sinix - SNA - Verbindung

MÜNCHEN (pi) - Eine Brücke zu SNA für seine Sinfix - Systeme hat jetzt die Münchner Siemens AG geschlagen. Die neuen Transit-Produkte arbeiten auf der Basis des Emulations-Prinzips und ermöglichen Cluster - Verbundsysteme mit IBM - Hosts.

Das Siemens-Konzept Transit umfaßt sowohl schlüsselfertige Lösungen für die wichtigsten Anwendungsfälle Dialog/Transaktion, Remote Job Entry, File Transfer, Zugang zu IBM -Bürokommunikations - Services und Netzadministration als auch Programmschnittstellen für kundenindividuelle Programme. Die mit Transit in SNA - Netze eingebundenen Sinix - Systeme genießen die Vorteile eines Unix -Systems einschließlich der Portabilität entsprechend der herstellerübergreifenden X/Open - Standardisierung.

Analog zu den Eigenschaften eines IBM - Cluster - Controllers als Steuerung für mehrere Bildschirme läßt sich die Eigenschaft der Sinix -Systeme als Unix - Mehrplatzsysteme zu einer universell verwendbaren Lösung für diese verbreitete Art der Emulation nutzen.

Mit Sinix - Systemen lassen sich parallel und simultan von allen angeschlossenen asynchronen Bildschirmen aus gleichzeitig verschiedene Logical - Unit - Typen (LU - Typen) über ein und dieselbe von Transit emulierte Physical Unit Typ 2.0 (PU 2.0) betreiben.

Unterstützt mehrere Programmschnittstellen

Die Produktfamilie Transit bildet einen SNA - Cluster - Controller (PU Typ 2) nach, wie er repräsentiert wird von

- 3274 - Clustern mit angeschlossenen 3278 - Bildschirmen und 3287 - Druckern, oder

- den Funktionen einer IBM - RJE - Stapelstation vom Typ 3770, oder

- Systemen mit Programmschnittstellen auf der Basis von LUO, LU2 "virtuelles Terminal", oder LU6.2/APPC.

Eine Transit - Installation gliedert sich in einzelne Bausteine (vergleiche Abbildung 2). Jeder repräsentiert einen anderen LU - Typ, basierend auf der gemeinsamen PU. Wahlfreiheit in der Kombination aller Transit - Produkte ermöglicht eine auf spezielle Kundenwünsche zugeschnittene Cluster - Emulation. Dabei lassen sich die einzelnen Transit - Bausteine umfassend einsetzen:

- Transit 3270 emuliert die 3270 - Bildschirmkommunikation einschließlich simultaner SCS - und DSC - Druckerunterstützung. Die Bildschirmaufteilung entspricht dem bekannten 3270 - Bildschirm mit zusätzlicher 25ster Statuszeile.

- Transit - RJE (Remote Job Entry) emuliert eine IBM - 3770 -Workstation und arbeitet mit den Host - Subsystemen JES2, JES3 oder Power/VS zusammen. Das Programm eignet sich neben der Übertragung reiner Batch - Jobs und deren Ergebnisse auch zum einfachen Dateitransfer. Die Transit - Produktfamilie bietet neben schlüsselfertigen Anwendungen auch Schnittstellen für die Programm -Programm - Kommunikation. Unterstützt wird dabei die Kommunikation zu LUO -, LU2 - und LU6.2(APPC) - Anwendungen im Host. Die zugehörigen Sinix - Produkte Transit - LUO, Transit - API und Transit -LU6 stellen dem Anwenderprogramm im Sinix - System geeignete Schnittstellenprozeduren zur Verfügung.

- Transit - BAS (Basisfunktionen) emuliert die Funktionen einer PU

Typ 2.0 und unterstützt in Verbindung mit dem zugehörigen CCP (Communication Control Program) SNA-Anschlüsse über

- SDLC-Standleitung bis zu 19,2 Kbit/s,

- Fernsprech - Wahlverbindungen mit SDLC - Prozedur,

- paketvermittelnde Datennetze (X.25, Datex - P, SVC und PVC) einschließlich IBM - seitig erforderlichem QLLC - Protokoll,

- künftig auch digitale leitungsvermittelnde Datennetze (X.21, Datex - L) inclusive IBM - Short - Hold - Mode zur Minimierung von Leitungsgebühren.

Weil sie diese Dienste unterstützt, trägt die Transit - Produktfamilie zur ökonomischen Optimierbarkeit der Netze bei. Das gilt gleichermaßen auch für die Vernetzungsvarianten SDLC - Multipoint und Kaskadierung.

Eine für den Anwender besonders wichtige Eigenschaft ist die Kaskadierbarkeit von Sinix - Systemen. Sie erlauben die gemeinschaftliche Nutzung von Hauptanschlüssen, Übertragungsstrecken oder Datenübertragungseinrichtungen durch mehrere Sinix - Systeme. Statt mehrerer realer Cluster - Controller "sieht" der SNA - Host genau einen einzigen "großen".

Die Kaskadierung der Sinix - Systeme erfolgt über einen Kommunikationsrechner Transdata 9.6xx. Transit - SNA im Transdata -Rechner übernimmt dabei die Funktion einer "vorgelagerten" PU Typ 2.0.

Neben der Kopplung an /370 - orientierte Hostsysteme wie zum Beispiel IBM 43xx, 30xx unter ACP/VTAM eignet sich Transit generell auch zur Kopplung von Sinix - Systemen an andere IBM - Systeme wie zum Beispiel System /38.

Konformität zu OSI beim Netzmanagement

Wesentliche Bedürfnisse der Anwender dezentraler Systeme in SNA - Netzen sind: 3270 - Bildschirmkommunikation, File Transfer, Bürokommunikation sowie Netzmanagement.

Dem Transit - Benutzer steht für den File -Transfer FT - Sinix aus der File - Transfer - Produktlinie von Siemens zur Verfügung. Der mittlerweile zu einem Marktstandard gewordene FT - Sinix unterstützt die Möglichkeit zum Anstoß von Folgeaktionen ("post - processing") und automatisches Wiederaufsetzen bei Übertragungsfehlern. Session - und File - Transfer - Partner zu FT - Sinix ist im SNA - Host FT - MSP. Dabei sorgt Transit - LUO für die Adaption des unveränderten FT - Sinix an SNA.

Für das Sinix - Netzmanagement hat sich in der Praxis das Produkt ACX bewährt. Es unterstützt die üblichen Administrationsleistungen wie zum Beispiel Aufgaben der Diagnose, Wartung, Netzplanung sowie Netzverwaltung.

In Verbindung mit der "Routingstation" von Transit - SSU im IBM -Host ermöglicht Transit - LUO dabei die Adaption von ACX an SNA analog zum obigen Fall des File Transfer und die Nutzung des SNA -Netzes als transparentes "Backbone Network". Die Technik der verteilten Administration und der beabsichtigten Konformität des Sinix -Netzmanagements zu der bei ISO und ECMA festgelegten OSI -Management - Architektur ist hier ein besonderer Vorteil.

Mit DIA.X und DCA.X kann der Benutzer auf Disoss/370 -Bürodienste in MVS - Systemen zurückgreifen, zum Beispiel Verteilen von Dokumenten oder Zugriff auf die zentrale Ablage. Die Kommunikation erfolgt über eine LU6.2 - Session zwischen DIA.X und Disoss/370.

Zusätzlich gilt: Sinix - Systeme lassen sich in herstellerübergreifenden Netzen sowohl mit IBM - als auch Siemens -BS2000 - Hosts einsetzen.