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28.03.1980 - 

Kreditwirtschaft attraktiv durch Sicherheit:

Siemens setzt bei Banken auf Software

AMSTERDAM (gr) - Auf dem wegen seiner Stabilität begehrten Bankenmarkt gibt sich die Siemens AG, München/Berlin, aggressiv. Neben branchenorientierten Hardware-Entwicklungen setzt der Hersteller auf den Bedarf an Großrechnern.

"Mit der 7800 können wir IBM-Anlagen sicher und wirtschaftlich ablösen", erklärte Helmfried Fülling, Mitglied der Leitung des Geschäftsbereiches Datenverarbeitung, vor den von Siemens geladenen obersten Bankern in Amsterdam. In der Argumentation für Umsteiger werde der Anwendersoftware besonderer Stellenwert zukommen.

Nur durch das Engagement in viele Projekte der Kreditwirtschaft kann nach Ansicht von Fülling das Risiko, jedes einzelnen aufgefangen werden. Im Bankensektor stehen optischer Belegsortierer, Bankenterminals und Geldausgabeautomaten zur Einführung an, die ihrerseits wieder einen Bedarf an zentraler Großrechnerkapazität schaffen.

Während es bei einem großem Versicherungsunternehmen noch 900 Mann-Monate brauchte, die IBM-Software auf das Betriebssystem BS2000 umzustellen, sei der aus der Kooperation mit Fujitsu stammende Rechner Siemens 7800 mit den Anlagen des Marktführers an der Systemoberfläche kompatibel. In rund 18 Monaten hoffe man jedoch, so Fülling, die Kommunikation des BS2000 mit dem BS3000 auch in Netzwerken bewältigt zu haben.

Bei den Großbanken in der Bundesrepublik hält die Siemens einen Marktanteil von 48 Prozent, bei Sparkassen, aus den gemeinsamen Rechenzentren heraus traditionelle IBM-Kunden, einen Anteil von 20 Prozent und bei Genossenschaftsbanken einen von 18 Prozent.

Banken stellen, so Fülling, einen wichtigen Faktor im Siemens-Geschäft dar. Die DV-Entwicklung in dieser Branche verlaufe stetig und geplant. Sie wirke sich deshalb stabilisierend auf den Siemens-Computerbereich aus, der wegen langer Planungs- und Realisierungszeiten in der Hard- und Software-Erstellung einer solchen Stütze bedürfe.

Als überzeugendes Moment für potentielle Umsteiger betrachtet Fülling die Entwicklungen, die die Siemens auf dem Gebiet der Anwendersoftware bietet. Ziel des Unternehmens sei eine Ausweitung des Marktanteils auf 30 Prozent, was nur über einen Verdrängungswettbewerb mit ein Marktführer gelingen könne. Ein erster Einbruch sei durch den Order einer Sparkasse für eine 7880 gelungen.