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02.03.2001 - 

DSL-Anbieter zum Billigpreis eingekauft

Siemens stärkt sein Netzgeschäft mit Efficient

MÜNCHEN (CW) - Ein Schnäppchen ergatterte Siemens mit dem Unternehmen Efficient Networks aus Dallas. Dank der kürzlich erfolgten Kursrückgänge an der Börse hat sich für den Münchner Konzern das Warten auf den richtigen Zeitpunkt zum Zupacken gelohnt. Mit Efficients Produkten will Siemens sein DSL-Portfolio abrunden.

Die Aktien der Hightech-Unternehmen an der US-Börse Nasdaq befinden sich auf Talfahrt. Was die Anleger beunruhigt, könnte sich für Siemens als Glücksfall erweisen. Der Konzern geht nämlich auf Einkaufstour und nutzt dabei die günstigen Preise. Für rund 1,5 Milliarden Dollar oder 23,50 Dollar je Anteil übernimmt Siemens den DSL-Anbieter Efficient Networks, dessen Aktien seit vergangenem Sommer von 180 auf 13 Dollar gefallen sind. Bei Akquisitionen hatte sich Siemens bisher - anders als seine Konkurrenten Cisco und Alcatel - zurückhaltend gezeigt. Dafür musste das Unternehmen harsche Kritik einstecken. Analysten monierten, der Konzern verspiele mit seinem Zögern die Zukunft und verliere bald hoffnungslos den Anschluss. Nun sieht sich jedoch Siemens-Chef Heinrich von Pierer in seiner Strategie bestätigt.

Die Übernahme von Efficient Networks stärkt den Netzbereich des Konzerns. Das gekaufte Unternehmen gilt als weltweit führend in der Breitband-Zugangstechnologie, vor allem bei Digital Subscriber Line (DSL). DSL nutzt die vorhandenen Kupfertelefonleitungen mit einer deutlich höheren Übertragungsrate als es vorher möglich war, insbesondere für den Internet-Zugang. Auch Analysten bewerteten den Schritt positiv. Bisher kommt Siemens im Breitbandsektor nur auf einen Marktanteil von vier Prozent, abgeschlagen hinter Alcatel, Cisco und Lucent, und ist vor allem mit DSL-Access-Multiplexern für Service-Provider im Geschäft.

Zum Produktportfolio von Efficient gehören neben Software und Netzsystemen auch Modems und Zugangsgeräte für Endverbraucher. Mit diesen Ergänzungen will der Konzern aus München sein Sortiment komplettieren und den Marktanteil deutlich ausbauen. Innerhalb von zwei Jahren soll sich die Übernahme rechnen.