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29.04.2010

Siemens steuert 2009/10 nach Jobabbau auf Rekordergebnis zu

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Münchner Siemens-Konzern erhöht nach einer deutlichen Gewinnsteigerung im zweiten Quartal seine Gewinnschätzung für das Gesamtjahr 2009/10. Für seine drei Sektoren Industrie, Energie und Medizintechnik kündigte Siemens bei Vorlage der Halbjahreszahlen am Donnerstag einen Gewinn von mehr als 7,5 Mrd EUR an. Bislang waren 6 Mrd bis 6,5 Mrd EUR prognostiziert.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Münchner Siemens-Konzern erhöht nach einer deutlichen Gewinnsteigerung im zweiten Quartal seine Gewinnschätzung für das Gesamtjahr 2009/10. Für seine drei Sektoren Industrie, Energie und Medizintechnik kündigte Siemens bei Vorlage der Halbjahreszahlen am Donnerstag einen Gewinn von mehr als 7,5 Mrd EUR an. Bislang waren 6 Mrd bis 6,5 Mrd EUR prognostiziert.

Nach den einschneidenden Personalkürzungen der vergangenen Jahre wäre dies das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Vor einem Jahr auf dem Höhepunkt der Krise musste Siemens seine Prognose noch nach unten revidieren.

Siemens profitiere "besonders von den frühzeitig umgesetzten Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit", erklärte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher. Die Münchner hatten noch im alten Geschäftsjahr ein Sparprogramm in der Verwaltung aufgelegt, dem 12.600 Stellen zum Opfer fielen. Der Konzern musste dafür rund 2 Mrd EUR aufbringen.

Nachdem Siemens mit einem Sektorengewinn von 2,26 Mrd EUR im ersten Quartal bereits sehr gut ins Jahr gestartet war, hatte das Unternehmen eine Überprüfung des Ausblicks zur Jahresmitte angekündigt. Analysten hatten daraufhin bereits eine deutliche Prognoseanhebung erwartet.

Im zweiten Quartal brachte es Siemens nun auf ein Sektorenergebnis von 2,14 (Vorjahr: 1,84) Mrd EUR, im ersten Halbjahr bereits auf 4,4 Mrd EUR. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten erreichte von Januar bis März 1,48 (962) Mio EUR.

Optimistischer ist Siemens allerdings nur beim Gewinn, die Umsatzprognose wurde nicht angehoben. Hier rechnen die Münchner weiterhin mit einem organischen Umsatzrückgang um einen mittleren einstelligen Prozentbereich zum Vorjahr, als 76,65 Mrd EUR eingenommen wurden. Im zweiten Quartal brachte es der Konzern auf Erlöse von 18,23 (18,96) Mrd EUR. Siemens verweist in seinem Ausblick nun auch nicht mehr auf den erwarteten Preisdruck, der die Prognose hätte gefährden können.

Der Blick auf den Auftragseingang trübt allerdings das positive Gesamtbild. Bei den Neuaufträgen blieb Siemens im zweiten Quartal mit 17,84Mrd EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 20,86 Mrd EUR und auch unter dem Auftaktquartal, als Aufträge über knapp 19 Mrd EUR eingefahren wurden.

Webseite: www.siemens.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/rio Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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