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22.10.1999 - 

SBS und ITS ignorieren CAs Migrationspfad

Siemens-Töchter wählen IT-Management von Tivoli

MÜNCHEN (jha) - Die Siemens AG wird ihre an SBS übertragene IT-Umgebung künftig mit dem System-Management-Werkzeug von Tivoli verwalten. Die Vereinbarung umfaßt rund 4700 weltweit verteilte Server und 130000 Endgeräte. Verantwortlich für diese Umgebung sowie weitere externe Installationen zeichnen die beiden Servicetöchter Siemens Business Services (SBS) und Siemens IT-Service (ITS).

Die gesamte Siemens- und Kunden-IT, die SBS und ITS derzeit verantworten, wollen die Dienstleister künftig mit Hilfe der "Tivoli Enterprise Software" (TES) verwalten. SBS ist der Service-Arm des Elektrokonzerns, der sich großer Outsourcing-Projekte insbesondere im E-Commerce- und SAP/R3-Umfeld annimmt und dabei weltweit auf rund 21000 Mitarbeiter zurückgreifen kann.

ITS übernimmt für seine Kunden Produktservice sowie den Betrieb der IT, dazu zählen etwa das Outtasking, der Helpdesk, die Generalunternehmerschaft bei Projekten sowie das Change-Management. Für den Dienstleister arbeiten rund 7600 IT-Experten in 800 Servicezentren. Da beide Siemens-Ableger häufig Projekte gemeinsam betreiben, treten sie "nach außen oft als eine Organisation auf", erläutert Glen Horgan, Global Alliance Manager bei Siemens ITS.

Im Rahmen der Partnerschaft werden SBS und ITS eine ungenannte Zahl von Mitarbeitern zu Tivoli-Consultants ausbilden. Diese mit einem offiziellen Zertifikat ausgestatteten Experten können dann mit dem Segen der IBM-Tochter bei Kunden System-Management-Projekte übernehmen und auch deren Software TES wiederverkaufen.

Konsolidierung angestrebt

Hausintern hoffen die beiden Dienstleister, ihre zahlreichen System-Management- und Helpdesk-Tools zu konsolidieren, die zum Teil durch die Übernahme der IT der Kunden im Rahmen von Outtasking-Verträgen angesammelt wurden. TES wird dazu die weltweite Verwaltung der SBS- und ITS-Umgebung übernehmen.

Der Vertrag zwischen den Siemens-Töchtern und dem IBM-Ableger bedeutet für den Tivoli-Konkurrenten Computer Associates (CA) eine Schlappe. Vor rund einem Jahr kaufte der Softwarekonzern von der Siemens AG die System-Management-Plattform "Transview" samt Entwicklern und Kunden, vereinbarte zugleich aber auch ein Service-Abkommen mit ITS. Den Transview-Anwendern bietet CA seit geraumer Zeit einen Migrationspfad zu dem Eigengewächs "Unicenter TNG" an.

Diesem Vorschlag wollten SBS und ITS offenbar nicht folgen. "Viele der 4700 Server, die künftig in das TES-Management integriert werden, wurden bisher mit Transview verwaltet", lautete der einzige Kommentar Horgans zu der Absage an CA durch die Siemensianer. "Wir haben auch den Migrationspfad von Transview zu Unicenter evaluiert, glauben aber die gesteckten strategischen Ziele des internationalen E-Business-Rollout schneller mit Tivoli erreichen zu können", ergänzt Rüdi-ger Bruess, Senior Vice-President bei SBS. Dennoch ist CA nicht vollkommen aus dem Rennen, zumindest was System-Management-Projekte bei Kunden betrifft. Das Abkommen mit Tivoli schließt keineswegs die Installation anderer Verwaltungswerkzeuge bei Anwendern durch SBS und ITS aus. "Wenn der Kunde es wünscht und es wirtschaftlich vertretbar ist, werden wir auch mit Unicenter-Installationen arbeiten", erläutert Bruess gegenüber der COMPUTERWOCHE.