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19.05.2000 - 

Nur Randgebiet der Konzern-Aktivitäten

Siemens trennt sich von der Datentechnik-Tochter SD

MÜNCHEN (CW) - Die Siemens AG hat sich von ihrer Tochter Siemens Datentechnik (SD) getrennt und diese an eine private Investorengesellschaft um die Triton Beteiligungsberatung GmbH aus Frankfurt am Main verkauft. SD spezialisiert sich auf Basistechnologien für Hochgeschwindigkeitsnetze.

Bei der Siemens Datentechnik handelt es sich eigentlich um die österreichische Datentechnik AG. Sie war ein Teil der Siemens-Beteiligung an Italtel, einem Joint Venture zwischen Siemens und der Telecom Italia, das 1994 gegründet und im April 1999 aufgelöst wurde. Innerhalb des Siemens-Konzerns war SD dem Bereich Information & Communications Networks (ICN) zugeordnet. Juristisch hatte SD wegen des Joint Ventures und als Teil von ICN Italia seinen Sitz auf der Apenninenhalbinsel. Praktisch engagierte sich SD aber vor allem in Österreich. Zudem gab es Aktivitäten in Ungarn sowie in der Schweiz. In Deutschland, den Niederlanden, England und Polen existieren kleinere Vertriebsniederlassungen. In der SD arbeiten insgesamt rund 300 Mitarbeiter.

Der italienische Carrier hatte sich im vergangenen Jahr feindlicher Übernahmeaktivitäten durch Olivetti erwehren müssen und mit der Konzentration auf diese Abwehrschlacht den Ausstieg aus der Kooperation mit Siemens begründet. Siemens wurde seinerzeit das Systemgeschäft für die Bereiche Mobil- und Richtfunk sowie die komplette Datenübertragungstechnik, außerdem die bisherigen Italtel-Töchter Necsy (Call-Center) und Telematica (Telefonendgeräte) zugeschlagen.

Der Bereich Datentechnik stellte allerdings immer nur ein Randgebiet der Siemens-Aktivitäten dar. SD konzentrierte sich insbesondere auf Hochgeschwindigkeitsnetz-Technologien wie DSL und XDSL und auf Dienstleistungen, mittels derer die so genannte letzte Meile zwischen Netz-Providern und kleineren und mittelständischen Unternehmen überbrückt wurden. Ein Insider sagte, man könne beimVerkaufspreis von DS an Triton ungefähr mit dem Doppelten des aktuell erzielten Jahresumsatzes rechnen. Die Siemens-Tochter hatte im vergangenen Jahr 55 Millionen Euro erwirtschaftet.