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Juniper zahlt 740 Millionen Dollar


24.05.2002 - 

Siemens trennt sich von Unisphere

MÜNCHEN (CW) - In den Router-Markt kommt Bewegung: Siemens verkauft seine US-amerikanische Tochter Unisphere Networks. Im Gegenzug beteiligt sich der Konzern am Aufkäufer Juniper Networks.

Nach Angaben der Unternehmen zahlt Juniper rund 740 Millionen Dollar für Unisphere, davon 375 Millionen Dollar in bar und den Rest in Aktien. Siemens erhält dafür eine knapp zehnprozentige Beteiligung an der 1996 gegründeten Router-Firma aus dem kalifornischen Sunnyvale. Juniper setzte im vergangenen Geschäftsjahr 887 Millionen Dollar um, der Nettoverlust belief sich auf 13,4 Millionen Dollar.

Siemens hatte Unisphere erst 1999 gegründet, um den amerikanischen Markt für Sprach-Daten-Kommunikation zu adressieren. In das Unternehmen waren damals drei aufgekaufte US-Gesellschaften integriert worden. Allerdings kam der Schritt, der auf ein Investitionsvolumen von knapp einer Milliarde Dollar geschätzt wird, reichlich spät: Unisphere verzeichnete stets Verluste.

Der Börsengang fiel ins Wasser

Ein geplanter Börsengang war zudem wegen des schlechten Marktumfeldes abgeblasen worden. Vor zwei Wochen hatte Siemens dann die Sprachtechnologie aus Unisphere herausgetrennt und in den eigenen Bereich Information and Communication Networks (ICN) eingegliedert.

Unisphere sollte sich auf das Router-Geschäft konzentrieren und sich gegen den übermächtigen Wettbewerber Cisco Systems positionieren. Der finanziell angeschlagene Bereich ICN hingegen setzt künftig wieder auf Sprachtechnologie, steht aber vor einem radikalen Umbau. Im vergangenen Geschäftsquartal schrieb die Division 158 Millionen Euro Verlust bei 2,7 Milliarden Euro Umsatz, daher kann sie den Verkaufserlös gut gebrauchen. Von den einst 54000 Stellen sollen mehr als 16000 gestrichen werden, um Kosten zu reduzieren. (ajf)