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12.10.2009

Siemens und Bombardier einig mit Dt Bahn bei ICE3-Achsen

BERLIN (Dow Jones)--Siemens und Bombardier haben sich mit der Deutschen Bahn über den Austausch sämtlicher Treibradsatzwellen der ICE3-Flotte geeinigt. Zunächst werde eine Neuentwicklung und Erprobung der Treibradsatzwellen umgesetzt, wofür die Industrie verantwortlich zeichne, teilte die Deutsche Bahn am Montag mit.

BERLIN (Dow Jones)--Siemens und Bombardier haben sich mit der Deutschen Bahn über den Austausch sämtlicher Treibradsatzwellen der ICE3-Flotte geeinigt. Zunächst werde eine Neuentwicklung und Erprobung der Treibradsatzwellen umgesetzt, wofür die Industrie verantwortlich zeichne, teilte die Deutsche Bahn am Montag mit.

Die Radsatzwellen müssen anschließend durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) zugelassen werden. Nach erfolgter Zulassung will die Deutsche Bahn (DB) mit Siemens und Bombardier die Umsetzung mit einem dazugehörigen Zeitplan zum Austausch erarbeiten, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

"Wir sind erleichtert, dass wir eine Einigung erzielt haben. Das ist ein wichtiger Fortschritt für die Deutsche Bahn. Jetzt muss die Industrie so schnell wie irgend möglich die Vereinbarung umsetzen", wird Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, in der Mitteilung zitiert.

Ein Bahnexperte bezifferte gegenüber Dow Jones Newswires die Kosten für das gesamte Austauschprogramm der ICE-Achsen auf einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionen-Eurobereich. Er rechne damit, dass frühestens Mitte nächsten Jahres, möglicherweise auch erst Ende 2010 die neue Technik bereit für die Zulassung beim Eisenbahn-Bundesamt sein wird. Dann würden mehrere Monate Zulassungsdauer verstreichen. Vor 2011 würden dem Bahnexperten zufolge demnach keine ICE-Züge mit den neuen Achsen für die Deutsche Bahn fahren.

Eine Sprecherin der Siemens AG bestätigte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, dass bei der Zulassung "eher mit Monaten als mit Tagen zu rechnen" sei. Siemens sei froh über die nun erzielte Einigung.

Insgesamt sind laut Deutscher Bahn vom Austausch rund 1.200 Treibradsatzwellen betroffen. "Die jetzt getroffene Vereinbarung ist ein sichtbares Zeichen für eine verbesserte Grundlage in der Kooperation zwischen Industrie und DB. Damit ist eine gute Basis geschaffen, um auch künftig die erforderliche Qualität abzusichern", sagte Volker Kefer, im September neu bestellter DB-Vorstand für Technik, Systemverbund und Dienstleistungen.

Nach einer Entgleisung aufgrund des Bruchs einer Radsatzwelle im Juli 2008 führt die DB derzeit in Abstimmung mit dem EBA alle 30.000 bzw alle 60.000 Kilometer (je nach Werkstoff) Ultraschalluntersuchungen an den ICE3-Zügen durch. Ursprünglich war ein Intervall von 300.000 Kilometern vorgesehen. Die Neuentwicklung soll der Deutschen Bahn deutliche Verbesserungen im operativen Betrieb ermöglichen, insbesondere erheblich längere Wartungsintervalle.

Webseiten: www.deutschebahn.com www.siemens.de www.bombardier.com - Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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