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Datenübertragung via Stromleitung noch nicht tot


18.02.2000 - 

Siemens und Energie BW forcieren Powerline

DÜSSELDORF (CW) - Nach dem Rückzug von Nortel aus einem Powerline-Projekt war es ruhig geworden um die Datenübertragung via Stromleitung. Nun wagen Siemens und Energie Baden-Württemberg (Energie BW) einen letzten Anlauf, um die Technologie zu retten.

Siemens und die Energie BW AG wollen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um die Technik zur Übertragung von Daten und Sprache via Stromleitung zur Marktreife zu bringen. Nach Angaben von Eutelis Consult aus Ratingen hat Siemens die Übertragungstechnik so weit entwickelt, dass sie kurz vor der Serienreife steht. Der Konzern suchte einen Partner unter den Energieversorgern, der die Technik in der Praxis erproben kann. Die Wahl fiel auf Energie BW, da das Unternehmen bereits umfangreiche Feldversuche vorgenommen hat.

Energie BW wird Partner von SiemensUrsprünglich hatte Energie BW mit Nortel zusammengearbeitet. Der kanadische Entwickler von Telekommunikationstechnik zog sich jedoch im vergangenen Jahr überraschend aus der Powerline-Entwicklung zurück und hinterließ eine tiefe Verunsicherung über die Wettbewerbsfähigkeit der Technik.

Jetzt ist Siemens in die Bresche gesprungen. Neben Ascom ist der Elektronikkonzern laut "Handelsblatt" eine der wenigen Firmen, die an dem Thema weitergearbeitet haben. Auf der CeBIT will das Unternehmen das erste Vorserienprodukt vorstellen, mit dem theoretisch 2 Mbit/s an Daten verschickt werden können. In der Praxis wird die Datenrate jedoch nur etwa halb so groß sein - wegen des Protokoll-Overheads. Erste Produkte sollen Anfang 2001 vorliegen. Bis Ende 2000 - so hofft das Powerline-Forum - wird die Regulierungsbehörde entsprechende Frequenzen freigegeben haben. Dann stünde der Anbindung ans Internet via Stromleitung nichts mehr im Wege.