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25.04.1986 - 

Noch keine Entscheidung über geplantes Joint-venture:

Siemens und GTE können sich nicht einigen

NEW YORK (CW) - Eine Entscheidung über das geplante Joint-venture zwischen Siemens und GTE im Bereich Nachrichtentechnik ist noch immer nicht in Sicht. Unternehmenssprecher teilen mit, daß sich die Verhandlungen länger hinzögen als erwartet.

Mitte Januar noch hatten die Siemens AG, München, und die US-Telefongesellschaft GTE Corp., Stamford/Connecticut, ihre Absicht verkündet, eine gemeinsame Gesellschaft zu gründen, die Systeme der öffentlichen Telefonvermittlungs- und Übertragungstechnik entwickeln, produzieren und vertreiben soll.

Den Abschluß der Verhandlungen stellten sie für diesen April in Aussicht. Erklärtes Ziel der Münchner war damals, durch die Zusammenarbeit mit dem US-Konzern ihre Telefonschaltsysteme an 15 GTE-Gesellschaften in den USA sowie drei weitere in Kanada und der Dominikanischen Republik verkaufen zu können. Nun aber ziehen sich die Verhandlungen hin, und ein Ende ist nicht in Sicht. Beide Unternehmen können sich nach Auskunft von Sean White, President der New Yorker Marktforschungsgesellschaft Northern Business Information Inc. nicht einigen, welches Telefonvermittlungssystem von dem Joint-venture vertrieben werden soll. Ferner gebe es über die Unternehmensführung Differenzen. Auch sei noch immer ungeklärt, ob die GTE-Produktionsanlagen in Northlake/Illinois in die Zusammenarbeit miteinbezogen werden sollen.

Amerikanische Branchenkenner bezweifeln inzwischen, daß die Zusammenarbeit zwischen Siemens und GTE überhaupt zustande kommt. Die Skepsis der US-Experten stützt sich vor allem auf die Tatsache, daß Siemens mit seiner EWSD-Vermittlungstechnik bei den Bell-Telefongesellschaften auf einer Erfolgswelle schwimmt. Amerikanischen Berichten zufolge haben bereits vier der sieben regionalen Bell-Gesellschaften zugestimmt, das System des Münchner Elektronikriesen zu testen. Auch solle Ende 1988 mit der Produktion von EWSD-Systemen in den USA (Cherry Hill/New Jersey) begonnen werden.

Beide Unternehmen schweigen sich indes über die Gründe der Verzögerung aus. Ein Siemens-Sprecher erklärte, beide Unternehmen hätten im Januar vereinbart, bis zum Abschluß der Gespräche keine Stellungnahme abzugeben.