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03.11.1989 - 

Übernahmeverhandlungen führten zu keinem Ergebnis

Siemens und Intel liquidieren BiiN

MÜNCHEN(CW) - Jetzt steht's fest: BiiN, Siemens und Intels gemeinsame Rechnertochter, wird liquidiert. Nachdem es in den letzten Wochen nicht gelungen war, einen Käufer für das Unternehmen zu finden, wollen die Eltern so schnell wie möglich einen Schlußstrich unter ihre kostspielige Affäre ziehen.

Drei Wochen lang war das Schicksal des erst fünfzehn Monate alten deutsch-amerikanischen Joint-ventures in der Schwebe. In dieser Zeit wurden mit zwei ungenannten Interessenten noch Übernahmeverhandlungen geführt, an deren Erfolg allerdings niemand wirklich glaubte.

Mindestens 100 Millionen Dollar, der britische Newsletter Computergram spricht sogar von 250 Millionen, hatten sich die beiden Elektronikriesen ihren Versuch kosten lassen, in den Markt der fehlertoleranten Rechner einzudringen. Als sich herausstellte, daß auf absehbare Zeit nicht mit schwarzen Zahlen zu rechnen sein würde, war BiiNs Ende besiegelt. Intel hatte bereits im letzten Quartal 35 Millionen seiner Investitionen abgeschrieben.

Bis zum Jahresende sollen 2 jetzt die Zentrale in Hillsboro, Oregon, die zehn Vertriebsniederlassungen in den USA und die Europazentrale in Nürnberg aufgelöst werden. Die etwa 60 ausgelieferten Rechner werden zurückgenommen. Die Mitarbeiter, die zum größten Teil von Intel und Siemens kamen, werden zu den Muttergesellschaften zurückkehren.

Siemens will das für und bei BiiN entwickelte Know-how weiterverwerten, vor allem in industriellen Mikrocomputern für die Echtzeitverarbeitung bei Automatisierungsaufgaben.