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08.03.1996 - 

Produktmix von Corporate- und Public-Systemen

Siemens und Newbridge planen gemeinsames ATM-Engagement

Nachdem Siemens und Newbridge seit Jahren eigenen Angaben zufolge gute Beziehungen pflegen, knuepft das Duo jetzt noch engere Bande. Ziel des Schulterschlusses ist, durch den Mix der Siemens- Systeme fuer oeffentliche ATM-Netze und der Newbridge-Produkte fuer ATM-Zugangsnetze Kunden aus einer Hand durchgaengige Komplettloesungen zu bieten. Konkret heisst das: Waehrend die Kanadier im Bereich der Corporate Networks stark sind, liegen die ATM-Staerken der Muenchner traditionell bei den Public Networks.

Hochrechnungen verschiedener Analysten zufolge wurden vergangenes Jahr im Marktsegment ATM-WAN-Switches rund 525 Millionen Dollar umgesetzt. Newbridge wird dabei von den Auguren ein Marktanteil zwischen 35 und 45 Prozent zugeordnet, Siemens rund zehn Prozent. Um diese Position zu halten oder gar auszubauen, wollen beide Unternehmen ab sofort ihre Produkte aufeinander abstimmen und die Entwicklungskosten teilen. Nur auf diesem Wege, so Roland Koch, Mitglied des Bereichsvorstandes Oeffentliche Kommunikationsnetze (OEN) der Siemens AG, sei das erklaerte Ziel erreichbar, Marktfuehrer zu werden und neue ATM-Standards, zum Beispiel im Routing, durchzusetzen.

Konkurrenten wie Alcatel, Nortel, AT&T sowie General Datacom und Stratacom werden vermutlich mit aehnlichen Allianzen versuchen, dem kanadisch-deutschen Duo entgegenzutreten. Allerdings glaubt Peter Sommerer, President und CEO von Newbridge, gegenueber dem Wettbewerb einen Entwicklungsvorsprung von zwei Jahren zu haben, der durch den juengsten Deal noch ausgebaut werden soll.

Eine intensive Kooperation mit Siemens sei, so Sommerer, noetig gewesen, weil ein kleiner Hersteller wie Newbridge sich auf Dauer nicht gegen die Konkurrenz der Grosskonzerne behaupten koenne. Ausserdem bestehe die Notwendigkeit zum Mix von Corporate- und Public-ATM-Systemen, weil Kunden aus Gruenden der Kosten- und Personaleinsparung immer haeufiger Volloesungen nachfragten. u