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06.07.1990 - 

Die Faust in der Tasche geballt

Siemens und Nixdorf besänftigen 8870-Anwender

MÜNCHEN (CW) - Die bevorstehende Fusion zwischen Siemens und Nixdorf hat die 8870-Kunden aus der Reserve gelockt. Sie fühlten sich im Stich gelassen und haben deshalb in München den "Interessenverband der Nixdorf-DV-Anwender" (INA) gegründet.

Mitte Juni trat die INA in einer Pressemitteilung mit schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit: "Wer bleibt neben den 3500 entlassenen Angestellten auf der Strecke? - Die 8870-Anwender."

Die Frage der Targon-Zukunft bewegt die 8870-Kunden besonders, sollen sie doch nach Nixdorf-Ansicht mit ihren Anwendungen auf die Paderborner Unix-Systeme umsteigen.

"Wir gehen zunächst den Weg der Kooperation und suchen die Konfrontation erst, wenn unsere Interessen anders nicht durchzusetzten sind", kündigte der Verband an. Inzwischen hat er Gespräche mit den Vertretern der künftigen Nixdorf-Siemens Informationssysteme AG (SNI) geführt. Das Ergebnis: Referenten von Nixdorf und Siemens werden auf einer INA-Veranstaltung, die am 20. Juli in München stattfindet, über die Zukunft der 8870-Systeme sprechen.

In der Ankündigung für diese Veranstaltung schlagen die Anwendervertreter jetzt wesentlich versöhnlichere Töne an: "INA fragt die Verantwortlichen im Hause Siemens, wie es um die Zukunft der weitverbreiteten 8870 bestellt ist."

Der Hinweis, daß der Verband keinesfalls ein "braver Anwenderclub" neben anderen werden wolle, taucht, im Unterschied zu früheren Äußerungen, nicht mehr auf.

Max Pfefferle, erster Vorsitzender von INA, bestreitet, daß die unterschiedlichen Formulierungen auf einen Gesinnungswandel zurückzuführen seien. " Wir bleiben bei unseren Vorwürfen", so Pfefferle, "denn nach wie vor bieten zwar Dritthersteller, nicht aber Nixdorf den 8870-Anwendern vernünftige Tools für eine Migration in Richtung Unix an."