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19.10.2009

Siemens und Nokia finden keinen Käufer für NSN - FTD

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Technologiekonzern Siemens und der finnische Handyhersteller Nokia finden laut einem Zeitungsbericht keinen Käufer für ihr angeschlagenes Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN). "Ich kann mir nicht vorstellen, dass NSN im augenblicklichen Zustand einen Finanzkäufer interessiert", zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD - Montagsausgabe) aus Finanzkreisen.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Technologiekonzern Siemens und der finnische Handyhersteller Nokia finden laut einem Zeitungsbericht keinen Käufer für ihr angeschlagenes Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN). "Ich kann mir nicht vorstellen, dass NSN im augenblicklichen Zustand einen Finanzkäufer interessiert", zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD - Montagsausgabe) aus Finanzkreisen.

Beide Joint-Venture-Partner wollten das Gemeinschaftsunternehmen beenden, berichtet die "FTD" mit Verweis auf eine mit der Situation vertraute Person weiter. Dazu hätten sie sich bereits unter Finanzinvestoren umgehört - bislang allerdings erfolglos.

"Marktspekulationen kommentieren wir generell nicht", sagte ein Sprecher der Siemens AG auf Anfrage. "Der Vertrag zum Joint Venture NSN hat eine Laufzeit von sechs Jahren", fügte er hinzu. Noch bis 2013 sind Siemens und Nokia damit vertraglich gebunden.

Der Sprecher verwies generell darauf, dass jeder Vertrag in gegenseitigem Einverständnis abgeändert werden könne, dazu bedürfe es allerdings der Absicht und Zustimmung aller Anteilseigner. Nokia wollte sich auf Anfrage zu einem möglichen Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen nicht äußern.

Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser hatte Ende September vor Analysten deutlich gemacht, dass er mit der Entwicklung bei NSN sehr unzufrieden ist. Kaeser warnte, dass eine genaue Betrachtung der immateriellen Werte in den Büchern erforderlich werde, da der Netzausrüster nicht dort sei, wo er sein sollte. Die Abschreibungen für Siemens könnten sich dabei auf bis zu 1,6 Mrd EUR belaufen, hatte Dow Jones Newswires vergangene Woche von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfahren.

Das schwache NSN-Ergebnis lastet derzeit auf beiden Joint-Venture-Partnern. Am vergangenen Donnerstag hatte Nokia für das dritte Quartal eine Wertberichtigung von 908 Mio EUR bei NSN mitgeteilt. Das Gemeinschaftsunternehmen der Nokia Oy und des Münchener DAX-Konzerns verzeichnete aufgrund der Wertberichtigung einen Verlust von 1,107 Mrd EUR. Der Umsatz von NSN sank im Berichtszeitraum um 21% auf 2,8 Mrd EUR.

Allerdings deutete die Nokia-Führung trotz der schlechten Zahlen keinen Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen an. Vielmehr räumte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo der Umsatzsteigerung und dem Ausbau des Marktanteils beim Netzausrüster NSN oberste Priorität ein.

Webseiten: www.nokiasiemensnetworks.com www.siemens.de www.nokia.com www.ftd.de -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com (Gustav Sandstrom hat an diesem Beitrag mitgearbeitet.) DJG/DJN/mak/brb

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