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17.02.1989 - 

RISC-Prozessoren jetzt auch aus deutschen Landen:

Siemens unterstützt Mips-Architektur

MÜNCHEN (CW) - Im Wettbewerb um Marktanteile bei RISC-CPUs kann Mips Computer Systems einen wesentlichen Etappensieg für sich verbuchen: Mit der Siemens AG und NEC haben sich zwei bedeutende Halbleiterhersteller an die Seite des in Sunnyvale beheimateten Unternehmens gestellt.

Zeitgleich, aber voneinander unabhängig schlossen jetzt der Münchener und der japanische Elektrokonzern einen Vertrag über Herstellung und Vertrieb der Mips-Architektur mit der kalifornischen High-Tech-Schmiede ab. Damit hat Mips Computers als relativ kleines Unternehmen seine Chancen deutlich erhöht, eine tragende Rolle im weltweiten Markt für RISC-Zentraleinheiten zu spielen. Vor wenigen Wochen erst hatte Digital Equipment RISC-Workstations auf Basis des Mips-Chips vorgestellt. Wesentliche Mitspieler im RISC-Poker sind derzeit noch Motorola mit seinem 88 000 und Sun Microsystems mit der SPARC-Architektur sowie Intergraph mit dem Clipper. Intel - ebenfalls ein Siemens-Partner - geht mit dem 80960 andere Zielmärkte an.

Der Kontrakt mit Mips Computer versetzt das deutsche Traditionsunternehmen in die Lage, den Mips-Chip R3000 selbst zu produzieren, zu modifizieren und zu vermarkten. Siemens will die Prozessoren in München fertigen und - einschließlich seiner Systemsoftware, Compiler und Entwicklungsumgebungen - weltweit anbieten.

Das Unternehmen habe sich für den R3000 aus zwei Gründen entschieden,

erläuterte ein Sprecher der Siemens AG. Erstens sei diese Architektur mit einer "exzellenten" Softwareunterstützung seitens Mips gesegnet, und zum zweiten sei der Mips-Chip der einzige, dessen verschiedene Versionen miteinander pinkompatibel seien. In Fachkreisen wird der Deal zwischen Mips, Siemens und NEC als Schwächung der Position hauptsächlich von Sun Microsystems angesehen.