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26.02.1999 - 

Durch Komplett- und Speziallösungen

Siemens versucht sich bei Servern zu profilieren

MÜNCHEN (CW) - Mit durchwegs zweistelligen Wachstumsraten(nach Wert) bei NT-, Unix- und BS2000-Servern glaubt sich Siemens auf dem richtigen Weg. Jetzt wurden in jedem Bereich Neuerungen vorgestellt.

Im Segment der Intel-Server unter NT wächst Siemens mit einer Wertsteigerung von über 30 Prozent nach eigenen Angaben schneller als der Markt. Der Hersteller führt das nicht zuletzt auf seine Management-Werkzeuge, Sicherheitsfunktionen sowie die komplette Lösung für Thin-Client-Computing zurück. Die "Primergy"-Familie wurde um das Modell "170" ergänzt, das für Arbeitsgruppen gedacht ist. Der Rechner ist ebenso wie die größeren Brüder "Enterprise-Server 870" und der ebenfalls neue "Business-Server 670-40" mit der Funktion "Hot plug Everything" ausgestattet, soll also den Austausch der wichtigsten Komponenten im laufenden Betrieb erlauben.

Kürzlich hat Siemens für ein Cluster-System auf Basis der Primergy-Familie von Novell die Zertifizierung für den Einsatz mit dem "Novell High Availability Server" (NHAS) erhalten. Das Cluster besteht aus zwei Servern mit je vier Intel-Chips und einem aktiven Plattensubsystem (Modell Primergy 702DF), auf das beide Server über Fiber Channel zugreifen. Zunächst kann jeder Rechner aber nur auf die Raid-5-geschützten Daten seiner ihm zugewiesenen Festplatten zugreifen. Im Normalbetrieb stehen den angeschlossenen Clients alle acht CPUs zur Verfügung. Erkennt die NHAS-Software Fehler oder den Ausfall eines Servers, werden die Festplatten dem fuktionierenden Rechner automatisch und im laufenden Betrieb übergeben.

Mit der maßgeschneiderten Lösung "Ready-to-run R/3 on Primergy" versucht Siemens, den Mittelstand zu gewinnen. Nachdem Microsofts SQL Server 7.0 für R/3 zertifiziert wurde, schnürten die Münchner ein Paket, das ein fertig installiertes und konfiguriertes R/3-Basissystem enthält.

Bei den Unix-Rechnern stattet Siemens die neuen Modelle der "RM"-Familien "600", "400" und "300" mit den aktuellen Risc-Chips R12000 Mips aus. "Im Verbund mit dem hauseigenen Unix-Betriebssystem Reliant Unix in der Version 5.45 ergeben sich Leistungssteigerungen von bis zu 50 Prozent", glaubt Joseph Reger,neuer Director Enterprise Computing Marketing.

Als neues Modell bringt Siemens nun auch ein 24-Zoll-Gehäuse mit zwei RM-600-Enterprise-Servern (Modell "RM600 CS") auf den Markt. Es kann ergänzt werden durch das Speichersubsystem "FC600E" im 19-Zoll-Gehäuse, das mit Fibre Channel arbeitet und bis zu 864 GB speichert. Dank der Redundanz aller Systemkomponenten soll es keinen "single point of failure" geben.

Angekündigt ist mit dem "Reliant Cluster Server II" eine Hochverfügbarkeitslösung auf SMP-Basis. Bis zu acht RM600-E-Rechner mit maximal 192 CPUs und 192 GB Haupstpeicher lassen sich koppeln. Im Gegegnsatz zum Vorgänger verwendet die neue Lösung die Scalable-Coherent-Interconnect-Verbindung, die für einen Durchsatz von bis zu 1GB/s sorgen soll.

Bei den Großrechnern kündigte Siemens mit dem "Busisness-Server S160" das neue Topmodell aus der BS2000-Familie an. Der Mainframe nutzt bis zu zwölf CMOS-/390-Prozessoren und soll in sieben Varianten ab Mai verfügbar sein. Abheben vom Mitwettbewerb wollen sich die Münchner mit ihrem Angebot "SAP R/3 auf dem Mainframe". Die neuen "BS2000/OSD Enterprise Data Server" sind mit Misp-Chips bestückt und verarbeiten R/3 zusammen mit Oracles Datenbank.