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28.08.2009

Siemens vor Einigung mit drei Ex-Vorständen in Korruptionsaffäre

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG steht nach eigener Aussage kurz davor, sich im Streit um Schadenersatzforderungen des Unternehmens im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre mit drei ehemaligen Vorständen zu einigen. Der Konzern und die ehemaligen Vorstandsmitglieder wollen zu einer einvernehmlichen Regelung kommen und langjährige Streitigkeiten vermeiden, hieß es am Freitag in einer Siemens-Mitteilung.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG steht nach eigener Aussage kurz davor, sich im Streit um Schadenersatzforderungen des Unternehmens im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre mit drei ehemaligen Vorständen zu einigen. Der Konzern und die ehemaligen Vorstandsmitglieder wollen zu einer einvernehmlichen Regelung kommen und langjährige Streitigkeiten vermeiden, hieß es am Freitag in einer Siemens-Mitteilung.

Die drei Ex-Vorstände Klaus Wucherer, Rudi Lamprecht und Edward G. Krubasik hätten sich bereit erklärt, im November mit Siemens eine Vergleichsvereinbarung zu schließen. Danach zahlen sie jeweils 500.000 EUR an die Gesellschaft, hieß es. Die Einigung bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Hauptversammlung.

Die drei Vorstände hätten Siemens zudem darüber informiert, dass die Staatsanwaltschaft München ihre laufenden Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen sie bereits eingestellt hat. Die Verfahren waren wegen des Vorwurfs einer Verletzung der Aufsichtspflicht im Zusammenhang mit den Korruptionsvorgängen eingeleitet worden.

Auch mit den übrigen betroffenen Ex-Vorständen sei der DAX-Konzern mit Sitz in München im Gespräch. Siemens rechne damit, dass weitere Einigungen zeitnah folgen werden.

Der Münchener DAX-Konzern hat die Höhe von so genannten fragwürdigen Zahlungen für die Jahre 2000 bis 2006 in der Vergangenheit mit etwa 1,3 Mrd EUR beziffert und Ende Juli 2008 erklärt, Schadenersatz von elf ehemaligen Zentralvorständen verlangen zu wollen. Das Unternehmen begründete seine Ansprüche "mit der Verletzung ihrer Organisations- und Aufsichtspflichten vor dem Hintergrund des Vorwurfs illegaler Geschäftspraktiken und umfangreiche Bestechungen im ausländischen Geschäftsverkehr in den Jahren 2003 bis 2006 und daraus folgenden finanziellen Belastungen des Unternehmens".

Webseite: www.siemens.de

-Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 69 29725-211, matthias.karpstein@dowjones.com

DJG/mak/roa

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