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26.04.2007

Siemens weitet interne Untersuchungen um dubiose Zahlungen aus

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG hat bei ihren internen Untersuchungen um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen deutlich mehr Zahlungen identifiziert, die als "bedenklich" gelten. Während des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2006/07 habe Siemens die Untersuchungen von Zahlungen fortgesetzt, die im Zusammenhang mit den mit den bereits bekannten sowie "zusätzlichen im Bereich Com identifizierten" so genannten Business Consultant Agreements (BCAs) identifiziert, teilte Siemens am Donnerstag im Vorfeld seiner Halbjahrespressekonferenz mit. Dieses könnte "wesentliche" Auswirkungen auf die Bilanzierung bei Siemens haben.

Eine Analyse von BCAs und hiermit im Zusammenhang stehenden Zahlungen werde für andere Siemens-Sparten ebenfalls durchgeführt werden. "Als Konsequenz erwartet Siemens, dass der Umfang der gesamten zu untersuchenden Zahlungen, die im Zusammenhang mit BCAs stehen, deutlich zunehmen wird", heißt es bei Siemens. Bislang hatte das Unternehmen bedenkliche Zahlungen von bis zu 420 Mio EUR identifiziert.

In Folge der internen Analyse und den ausgeweiteten Untersuchungen "verbleiben erhebliche Unsicherheiten". Entsprechend habe Siemens zum Ende des zweiten Quartals 2006/07 keine Veränderung der Steuerrückstellung und aktiven latenten Ertragssteuern vorgenommen, die im Zusammenhang mit den untersuchten Zahlungen stehen.

Abhängig von den Resultaten aus den Untersuchungen bestehe das Risiko, dass Siemens in künftigen Perioden Änderungen der Steuerrückstellungen vornehmen werde. Dieses beinhalte die Buchung von zusätzlichen Aufwendungen für vergangene Perioden, die über die bislang vorgenommenen Korrekturen vorgenommen hat. "Solche Änderungen sowie die weiteren Ergebnisse aus dem Fortgang der Untersuchungen können wesentlich sein", so Siemens.

Siemens hatte bereits wegen der identifizierten Zahlungen über 420 Mio EUR bilanzielle Anpassungen vorgenommen, da diese nicht steuerlich abzugsfähig waren. Siemens verbuchte daraufhin zusätzliche Steueraufwendungen von 168 Mio EUR. So wurden davon 73 Mio EUR in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2005/06 ausgewiesen. Diese steuerlichen Mehraufwendungen sind den Geschäftsjahren 2005/06, 2004/05 und 2003/04 zuzuordnen. Die verbliebenen 95 Mio EUR beziehen sich den Angaben zufolge auf den Zeitraum davor und wurden als Verminderung des Eigenkapitals zum Beginn des Geschäftsjahres 2003/04 berücksichtigt.

Webseite: http://www.siemens.de

-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505

industry.de@dowjones.com

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