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31.03.1989 - 

Münchner Elektrohaus schmückt sich mit neuen Fujitsu-Supercomputer-Modellen:

Siemens will mit S-Reihe den Ton angeben

MÜNCHEN (CW) - Die Siemens AG hat eine neue Supersomputerfamilie aus dem Haus Fujitsu angekündigt, die aus acht Modellen besteht und Ende 1990 auf den europäischen Markt kommen soll. Das größte Modell aus der neuen S-Serie bringt es auf theoretisch vier Gigaflops - das Doppelte der bisherigen Siemens/Fujitsu-Höchstleistung.

Die Supercomputerfamilie besteht im unteren Bereich aus den Modellen S100/10 und S100/20 mit einer Leistung von 0,5 Gigaflops. Das Mittelfeld decken die Systeme S200/10 und S200/20 (1 Gigaflop) sowie S400/10 und S400/20 mit 2 Gigaflops ab. Die größten Modelle S600 / 10 und S600/20 zeigen eine Rechenleistung von 4 Gigaflops und sind die neuen Siemens-Flaggschiffe im Supercomputerbereich. Die /10-Modelle sind jeweils mit einem Vektor- und einem Skalarprozessor ausgerüstet. Die /20-Systeme der S-Serie sind in einer sogenannten "Dual Scalar Architekture" aufgebaut und verfügen über jeweils zwei Skalarprozessoren, die einer gemeinsamen Vektoreinheit zuarbeiten.

Nach Angaben von Siemens wurden die Funktionen der Vektorpipelines verändert und die Effizienz der Parallelverarbeitung entsprechend verbessert. Die neuen Supercomputer verfügen jetzt über zwei Multifunktionalpipelines, die bestimmte Vektoroperationen gleichzeitig durchführen können. Die Hauptspeiherkapazität beträgt bei dem Modell S100 zwischen 32 und 1024 MB und liegt bei der 200er-Ausführung zwischen 64 und 1024 MB. Das Modell S400 wird mit einer Kapazität zwischen 128 und 1024 MB ausgeliefert, die größten Systeme - S600 - verfügen über eine Kapazität zwischen 128 und 2048 MB. Zusätzlich zum Hauptspeicher hat Siemens die Rechner mit einem Systemspeicher mit einem Volumen zwischen 1 und 8 GB ausgestattet, der den notwendigen Zugriff auf die Festplatten reduzieren soll. Die mittlere Zugriffszeit liegt bei 100 Nanosekunden.

Eingesetzt werden sollen die neuen Großsysteme in der Industrie, in Großforschungseinrichtungen und an Universitäten. Die Preise für die Rechner liegen zwischen 6 und 50 Millionen Mark.